Nachtlauf mit Spargel im Bauch

Ja, da habe ich den Spargel samt Nebengemüse wohl unterschätzt … Ich hatte wirklich angenommen, anderthalb Stunden Abstand zwischen einer solch leichten Mahlzeit und Lauf wären ausreichend. Leider nein! Nach drei Kilometern war das ziemlich grenzwertig. Die Nahrung wollte einfach nicht weiterrutschen, sondern dorthin zurück wo sie mal eingeführt wurde. Nach gut fünf Kilometern musste ich stehen bleiben und dann ging ein kleiner Ruck durch die Röhren, alles verlagerte sich nach unten in den Bauch und als ich weiterlief, ging es deutlich besser. Der „Stein“ im Bauch war am zerbröseln.

Auf dem ersten Kilometer | Ortsausgang | Diese Abendgerüche … diese auf der Haut deutlich spürbaren Temperaturunterschiede in der Landschaft! Das werde ich noch öfter machen. Immer wieder ein anderes Laufgefühl, je nach Tageszeit.

Habe ja immer so eine kleine LED-Funzel dabei – passt in die hohle Hand. Doch viel angenehmer ist es, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben. Nur stellenweise ist es auf der Strecke finster. Einmal, auf einem schmalen Pfad, bin ich mit dem Fuß umgeknickt. Aber nur minimal; rund um den Knöchel scheinen wunderbar elastische Gummibänder zu wirken.

10,4 km | 1:07:08 | Pace: 6:27 | hui, so langsam war ich lange nicht mehr unterwegs.

Das letzte Pulltraining vor der Speedweek

Gleich werde ich zu einem Lauf in die Nacht aufbrechen. Na ja, Nacht … gegen Mitternacht würde ich gerne wieder zuhause sein. Muss noch rasch die Strecke planen, berechnen und mich umziehen. Zuvor aber noch das Protokoll von Freitag. Vielleicht schaffe ich es sogar noch, einen der beiden Träume dieser Nacht in Textformat zu bringen und zu posten. Blick auf die Uhr: Uih, ich glaube, ich träume doch lieber von was anderem …

Freitag | Pulltraining

Kaum zu glauben, dass war jetzt schon das letzte Pulltraining nach dem noch aktuellen Trainingsplan. Nächste Woche werde ich eine Speedweek einlegen und das Training wird anders ausschauen. Ich meine gesehen zu haben, dass für Montag „Freeletics Aphrodite“ ansteht. Das aber alles im Einzelnen, wenn es soweit ist. Viel wichtiger: ich muss mir langsam überlegen, welchen Trainingsplan ich im Anschluss verfolgen will! Irgendwie hatte ich es mir inzwischen gemütlich mit dem alten Plan eingerichtet und alles Neue und Ungewisse verunsichert mich gerade ein wenig. Aber gut, erst mal zu gestern:

  • Mobility | Theraband
  • Kniebeugen Langhantel
    20 x 32 kg
    Beim Kniebeugen das Gefühl, schwächer zu werden. Liegt es womöglich daran,  dass ich hier mangels Hantelablage das Gewicht nicht steigern kann und mehr unbewusst spüre, dass ich hier nicht  „mitwachse“? Die Idee, einfach 2 kg mehr aufzulegen und schließlich 28 kg umzusetzen und über den Kopf auf die Schulter zu legen … die ist gewagt. Seit dem Bandscheibenvorfall ist meine Halswirbelsäule sehr empfindlich und ich möchte keinerlei Risiko eingehen. Mehr Gewicht in den Rucksack zu packen wäre ebenfalls unvernünftig. Nicht nur wegen der ungünstigen Gewichtsverteilung, die eine schlechte Haltung/ Ausführung  mit sich bringt. Die drei 2-kg-Scheiben kommen ausgerechnet auf der Lendenwirbelsäule zu liegen. Ausgerechnet da habe ich keine Fettschicht mehr und das tut richtig sclimm auf den Wirbeln weh, obwohl ich die Scheiben in mehrere Handtuchlagen gepackt habe, obwohl der Rucksack dort gepolstert ist (Prinzessin auf der Erbse?). Ich könnte mehr Wiederholungen machen … Ja, ABER! Die zunehmende Übelkeit ist geilstes Futter für meinen Schweinenhund. <– Ach … so ist das?! Dann wollen wir doch mal sehen.
  • Negative Klimmzüge
    Soll = 40 Wdh. (clustern)
    27 | 22
    Bis jetzt macht die Küchentür das ja anstandslos mit …. Stütze diese mit vier Keile, um eine Hebelwirkung zu vermeiden.
  • Langhantelkippen
    20 x 36 kg | 20 x 36 kg | 20 x 36 kg | 20 x 36 kg | 20 x 36 kg.
    Da mangels Eisen das Gewicht nicht erhöht werden kann, hat diese Übung ihren Reiz verloren. Auch hier wären zumindest mehr Wiederholungen möglich, aber sobald es über 20 geht, werde ich so ungeduldig. Und das Training dauert eh schon so lang.
  • Kreuzheben Langhantel
    20 x 36 kg | 20 x 38 kg | 20 x 38 kg | 20 x 40 kg
    Das war knapp beim letzten Satz mit 40 kg. Es drohte an der nachlassenden Griffkraft zu scheitern. In der allerletzten Sekunde, haarscharf, das kontrollierte Ablegen der Langhantel geschafft. *schwitz*
  • Überzüge Kurzhantel (Flachbank)
    20 x 15 kg | 20 x 15 kg | 18 x 15 kg | 18 x 15 kg
    Und immer die Sorge, plötzlich könne sich die Schraube von der Stange lösen und sämtliche Hantelscheiben würden mit einem Rutsch in mein Gesicht donnern.
  • Bizeps-Curls Langhantel (stehend)
    Da eh nur optional, heute ausgelassen (wg. Zeitmangel, weil gestern schon trainiert und  morgen/ übermorgen noch einmal). Sieht auch schön aufgepumpt aus, so dass ich mir keine Sorgen wegen Schwund mache.
  • Verbundsätze ohne Pause: Seitheben Kurzhantel (vorgebeugt) und 60 sec. Plank
    15 x je 7 kg | 60 sec. Plank | 18 x je 7 kg | 60 sec. Plank | 20 x je 7 kg

 

 

Push mit anschließendem Abendlauf

Am Donnerstag auf dem Plan: Krafttraining und direkt danach 1 Stunde Laufen.

Push

  • Theraband – Mobility
  • Bulgarisches Kreuzheben (Langhantel)
    (1 Satz = 10 Wdh. je Bein)
    7 Sätze mit 28 kg |  3 Sätze mit 30 kg
    Die in der vergangenen Woche zugezogene dicke Schwiele bereitete mir etwas Sorge: tief unten drunter schmerzt es bei Belastung, so als sei dort eine leichte Entzündung. Außerdem neigt sie weiterhin dazu, sich erneut einzuquetschen. So habe ich die Stange immer sehr sorgfältig gegriffen und nun – glaube ich – eine gute Methode gefunden, das Einklemmen zum vermeiden. | Bei diesen einbeinigen Übungen merkt man gleich, wie es um den Fokus bestellt ist. Die  28 kg waren heute gut zu machen. Sogar die letzten 3 Sätze mit 30 kg fand ich heute leichter als letzte Woche 1 x 30 kg. | Ich hoffe, ich kann diese Übung auch in meinem nächsten Trainingsplan unterbringen. Bin damit einfach noch nicht fertig.
  • Schrägbankdrücken (Kurzhanteln)
    Soll = 40 Wdh. (clustern)
    Heute 2 kg mehr als letzte Woche
    10 x je 14 kg | 10 x je 14 kg | 10 x je 14 kg | 10 x je 14 kg
    Die letzten 10 Wdh. nur deshalb geschafft, weil ich keinen fünften Satz  machen wollte. Als die Hanteln beim letzten Mal endlich oben waren, fürchtete ich, mir könnte die Kraft zum kontrollierten Herunterlassen fehlen.
Wenn sich mein Auge an etwas stört, dann kann das während des Trainings ziemlich nerven. So wie in diesem Fall: um das Gewicht zu erhöhen, musste ich 5 kg Scheiben aufstecken. Mein Hantelscheibenvorrat macht eine andere Aufteilung nicht möglich. Ich habe also das Gefühl, wenn ich die so bestückten Kurzhanteln aufnehme, dass mein Unterarm wie von einem eisernen Kasten blockiert wird. Und es sieht vom Umriss her einfach hässlich aus.
  • Bizeps-Hammercurls – stehend
    13 x 8 kg | 14 x 8 kg | 11 x 8 kg | 11 x 8kg
  • Schulterdrücken (Kurzhanteln)
    15 x je 9 kg | 14 x je 9 kg | 13 x je 9 kg | 13 x je 9 kg
    Wie nach zehn Wiederholungen die Kraft so stark einbricht und alles zur Quälerei macht.
  • Fliegende ( Flachbank/ Kurzhanteln)
    13 x je 9 kg | 17 x je 9 kg | 16 x je  9 kg | 16 x 9 kg
  • Verbundsätze:
    Frontalheben ( stehend/ Kurzhanteln) im Wechsel mit Plank

    20 x je 5 kg | 60 sec. Plank | 20 x je 5 kg | 60 sec. Plank | 20 x je 5 kg
    Spiegelte mich im Glas der weit offenen Balkontür (das Licht schien offenbar günstig) und sah meine Muskeln arbeiten. Huh, was ist das? Das wollte ich genauer sehen, ging vor den großen Spiegel und machte einen weiteren Satz. Erstaunlich für mich, dass meine Fettschicht offenbar dünn genug ist, all das sichtbar werden zu lassen und zweitens, dass da überhaupt so viel Muskeln sind! Wenn die Motivation mal fehlt, will ich mich an diesen Anblick erinnern. Geschenkt gibt es das ja nicht.
  • Sonnengruß
    5 min.

Wunderbarer Abendlauf

10,2 km | 1:00:10 | Pace: 5:54 | 22° sonnig

 

Hinter den Wolken die Sonne

Als ich diese Sportwoche plante, fand ich es ziemlich blöd, dass das Langhanteltraining wegen Himmelfahrt ausfallen würde. Die Abende mit Jumpen und „Langhanteln“ tragen spürbar zu meinem Wohlbefinden bei, da diese über den Pflichttrainingsplan hinausgehen und somit eine besondere Belastung darstellen: Auspowern/ Ausschwitzen als psychohygienische Maßnahme. Ja, das macht einen Unterschied. Ist mein Körper mit Stresshormonen geflutet und ich kann diese nicht durch körperliche Anstrengung abbauen, so werde ich zunehmend depressiver.

Mittwoch auf dem Sonnenweg

Gestern, am Mittwoch, war nur Zeit für ein halbes Stündchen Zirkeltraining – lalala. Für den Nachmittag geplant: ein Treffen in den Weinbergen. Mit Fahrzeit war der Tag komplett gefüllt und ich verschob das für Mittwoch angesetzte Push-Training auf den Donnerstag – so passte das alles also doch ganz gut!

Die Sonnenbank nahe der Clingenburg

Ausgerechnet auf dem Sonnenweg zeigte sich die Namensgeberin nicht. Ich fand es unangenehm frisch (typisch, sobald ich mich nicht kräftig bewege, verfalle ich in den Frostködelmodus). Angesichts der trüben Wetterlage zeigte sich sogar der Sonnenschirm auf der Burgterrasse arg geknickt.

Burgterrasse | Blick zum Main

Nachdem ich bereits Montagabend völlig platt gewesen war, ereilte mich dieser Zustand auch am Dienstag und zog sich direkt über diesen Mittwoch hin. Da war ich also richtig erleichtert, dass sich meine körperlichen Aktivitäten in einem anderthalbstündigem Spaziergang auf dem Sonnenweg erschöpften; auch wenn ich abends spürte, wie sich meine Stimmung mehr und mehr in schweren Schlamm verwandelte …

Den Beinen wird was abverlangt

Nachdem ich Montagabend vor Müdigkeit quasi umgefallen bin, überlegte ich beim Aufwachen gleich, ob ich Laufen gehen soll oder nicht. Wenn der Körper tatsächlich zu erschöpft ist, bringt so eine Einheit nicht viel, außer womöglich Schaden. Ich fühlte mich zwar recht gut erholt, lief und lief trotzdem nicht los. Schaute stattdessen mehrfach auf die Wetter-App, die zügig steigende Temperaturen anzeigte. Tja, je länger ich warte, um so kuscheliger wird es dann eben.

Das Beintraining vom Vortag war glücklicherweise auch in die verlängerten Beine gegangen. Sobald ich ein bisschen den Po anspannte, zwiebelte das ganz schön. Fühlt sich immer so an, als hätte man riesige stahlharte Backen da hinten. Überprüft man das aber mit den Händen … Okay, lassen wir das. Die Waden katerten ebenfalls leise vor sich hin. Sah also alles nach einem interessanten Lauf aus.

Beides! Beintraining ist voll für ’n Arsch.

Gegen Mittag bekam ich langsam Hunger. Auf dem Plan allerdings: ein Nüchternlauf! Hunger ist ein Argument – geht also! Hätte ich geahnt, dass die Männer eines Umzugsunternehmens vor dem Haus Spalier stehen würden, hätte ich rasch noch Lippenstift aufgetragen. Meine Farblosigkeit habe ich einfach mit einem sportlichen Grinsen überspielt und dann war das auch schon überstanden.

Loslaufen! Der Asphalt schon spürbar aufgewärmt. Die geplante Runde würde aber reichlich schattige Abschnitte bieten.

Bis zum Steg ist es nicht so weit. Ich liebe das Geräusch, wenn ich über das Holz laufe.

Im Wald ist es weniger kühl als erwartet. Aber noch sehr angenehm. Tja, und als ich wieder ins Freie komme, meine ich in der Ferne ein Schiff im Feld zu sehen. Hä, Schiff?? Oups, fast hätte ich die Bauarbeiter, die im Baumschatten Mittagspause machen, gar nicht gesehen! Ich winke fröhlich – weil dann fast immer freundlich zurückgegrüßt wird, was mir wiederum gute Laune bereitet. Aber dieses Schiff da, was soll das? Vor Neugier lief ich schneller, leichter … Dann war ich da. Möööh, sowas! Bei näherer Betrachtung entpuppte es sich als Baufahrzeug. Moment … Baustelle? Tatsächlich! Meist bedeutet das: hier geht es nicht weiter, laufen Sie die Kilometer ruhig wieder zurück!

Ich schaute nach links …
Ich schaute nach rechts …

So ein Glück, der Abschnitt war echt nicht gesperrt! Die nächsten Kilometer boten nichts Neues. Ich spulte sie ab, schwitzte heute recht kräftig und sehnte zwischendurch auch mal die Ankunft am Ziel herbei. Dieses Sehnen verliert sich aber immer wieder und ich genieße die leichte Anstrengung im Schatten. Nach über der Hälfte, zwischen Sportplatz und Bundesstraße sitzt ein Radler auf einer sonnigen Bank. Mit zusammengekniffenen Augen schaut er mir entgegen. Ich winke selbstbewusst, sage gleichmütig „Hallo!“ und er nickt grinsend zurück. Blöder Begegnungspunkt, da es nun in den Wald geht und der Abschnitt ein einsamerer ist. Einige Zeit später biege ich in die letzte lange Schneise ein. Hier spürte ich dann auch eindeutig: Mist, da brennt eine fette Blase am Ballen.

Diese langen Schneisen sind oft eine mentale Herausforderung

Am Anfang denke ich immer: Das zieeeeeeeeht sich hier immer! Kein Ende in Sicht. Und doch ist es jedes Mal so, dass ich viel schneller da am winzigen Punkt ankomme. So viele Mücken dort!

Bald sah ich die Baustelle von der anderen Seite und konnte einen Weg früher in den Wald einbiegen, so dass ich schließlich wieder den Steg erreichte. Schon war auch dieser Lauf Vergangenheit.

11,3 km | 1:07:08 | Pace: 5:56

Abends noch eine Stunde Jumping Fitness dran gehängt. Heute mit einer anderen Trainerin. War super anstrengend. Der Puls wurde ziemlich zu Anfang gleich in eine Höhe katapultiert, wie ich das schon lange nicht mehr erlebt habe. Huh! Harte Einheiten, die Beine und die Lungen brannten wie Hölle, wollten nachgeben, aufhören. Ich hätte mehrmals fast geheult, während ich mich durchgebissen habe. Und wenn man denkt, man macht vielleicht doch mal langsamer und zieht die Beine nicht so hoch, steht die Trainerin plötzlich hinter einem , schaut dich im Spiegel an und befiehlt in strengem Tonfall: „Weitermachen, jetzt nicht aufhören!“ Hahaha, zu geil! Hat mir gut gefallen.

Noch ahnen wir nicht, dass wir heute hart rangenommen werden. 😉

Knock-out | Beintraining

Gestern setzte ich mich direkt nach dem Abendessen an den Rechner, um meine Sporttabelle zu aktualisieren und eine kleine Leserunde durch abonnierte Blogs zu starten; ehe ich mich dem Abwasch in der Küche zuwenden wollte. Nach nur wenigen Klicks fällte mich eine unerwartet einsetzende Müdigkeit. Mehrmals sackte mein Kopf zur Tastatur, bis mir auch zum ruckartigen Aufrichten die Kraft fehlte und ich mich einfach zu Boden gleiten ließ, wo ich erschöpft dösend liegen blieb. Ich war dermaßen platt!

Gegen Mitternacht erst konnte ich mich aufraffen. Da war mir nämlich eingefallen, dass das kleine Päckchen, das die Nachbarin für mich angenommen und gebracht hatte, noch ungeöffnet auf mich wartete. Ziemlich verpeilt packte ich es aus.

Der Rock sitzt gut; vor allem in der Taille, was oftmals ein Problem ist. Gekauft, weil ich mal wieder nicht der Anziehungskraft von sichtbar strukturiertem Stoff widerstehen konnte. Der Blick für modische Aktualität und Stil wird da automatisch deaktivert. … Notiz an mich: Kategorie „meine schönsten Fehlkäufe“ einrichten.

So drehte ich mich zur Geisterstunde vor dem Spiegel, um die Passform von zwei neuen Röcken zu begutachten. Außerdem lenkte das super von der Tatsache ab, dass da noch der Abwasch … .

Eigentlich fehlen mir zu den Röcken die passenden Schuhe. Stelle mir Pumps in einem Nudeton vor, der genau zu meinen Beinen passt. Warum sieht das an Models immer so toll aus? Probiere ich ein solches Schuhpaar an, finde ich das furchtbar langweilig und blass. Oooh, das erinnert mich an diese warmroten High Heels (Wildleder, mit gekreuzten Riemchen und edel wirkenden Blingblingschnallen), die ich kürzlich im Schuhgeschäft probelief. Leider passen für mich nur schwarze/ graue Klamotten dazu; sonst wirkt es so bombastisch. Das wird also nichts. Ach, das ist mir alles zu kompliziert!

Außerdem: wozu neue Klamotten, wenn ich hart dran arbeite, nackt gut auszusehen? Damit habe ich endlich den Bogen zum gestrigen Training geschafft:

Hey hey, endlich Legday!

  • Mobility
  • Negative Klimmzüge an der Küchentür
    20 Wdh.
  • Kniebeugen Langhantel
    Soll = 40 Wdh. (clustern)
    Aufwärmen 10 x 26 kg | 20 x 32 kg | 22 x 32 kg
  • Glute Ham Raise
    Arme/ Hände an die Hosenseitennaht und erst im allerletzten Augenblick zum Auffangen lösen. Da arbeitet die Beinrückseite gleich viel kräftiger. Immer wieder fallen mir derlei „Kleinigkeiten“ bei der Ausführung auf. Da denke ich, alles sorgfältig zu berücksichtigen, und stelle fest: leider nein.
Glute Ham Raise | Gegengewicht auf der Hantelbank, da ich dort meine Füße/ Unterschenkel fixiere. Wichtig: Polster für die Knie

4 x 20 Wdh.

  • Ausfallschritte Kurzhanteln (2 x 13 kg)
    4 Sätze mit 10 Wdh. je Bein
  • Pistol Squats
    mit Schlingentrainer;| linkes Knie ist nicht ganz in Ordnung. Muss etwa fünf Grad vorm tiefsten Punkt stoppen und direkt zurück in die Aufwärtsbewegung gehen, sonst fieser Schmerz, eher aus der Kniekehle kommend oder dort mündend – diffus. Also nicht vollständige ROM bei dieser Übung, aber immerhin das linke Bein trainiert soweit möglich.
    4 x 20 Wdh. je Bein
  • Trizepsdrücken, liegend – Langhantel
    20 x 18 kg | 20 x 18 kg | 20 x 18 kg | 20 x 18 kg
  • Hammer Curls (Kurzhanteln)
    heul … vergessen!! Das darf ja wohl nicht wahr sein … 😦
  • 2 min. Wadenheben, stehend (Kurzhantel/  2 x 12 kg)
    76 Wdh. (trainiert gleichzeitig wieder die Griffkraft (und Schwielen *örks*))
  • Verbundsätze: Fliegende umgekehrt mit Kurzhanteln im Wechsel mit Plank (ohne Zusatzgewicht)
    20 x 7 kg | 60 sec. Plank | 20 x 7 kg | 60 sec. Plank | 20 x 7 kg
  • Sonnengruß
    5 min.

Genug rumgehantelt

Nach dem gemütlichen Samstag fühlte sich meine Muskulatur gut ausgeruht an. Die kleine optionale Einheit, die ich auf den Sonntag gelegt hatte, wollte ich da gerne mitnehmen, auch um noch etwas Bewegung zu haben.

  • Mobility
    Beine ausrollen – hatten kaum Verhärtungen
  • Good Mornings
    20 x 26 kg | 20 x 26 kg | 20 x 26 kg | 20 x 26 kg
    Der Beinbizeps hat hier aber doch gejammert, war noch etwas platt vom Laufen.
  • Chin ups
    unter dem Küchentisch, ausgestreckte Beine
    15 | 16 | 17
  • Flachbankdips
    Der Hocker hat fast die gleiche Höhe wie die Flachbank. 2 x 5 kg Hantelscheiben, umwickelt mit zwei Gewichtsmanschette mit je 1,5 kg, geben ein gutes Zusatzgewicht. Ob ich so je 20 Wdh. schaffen werde? Immerhin: heute minimal steigern können.

    11 | 11 | 10

  • Trizepsdrücken/ Schlingentrainer
    4 x je 20
  • Bizeps-Curls/ Langhantel
    16 x 16 kg | 14 x 16 kg | 14 x 16 kg | 14 x 16 kg
  • Flachbankdrücken – Langhantel
    enger Griff
    14 x 26 kg | 12 x 26 kg | 13 x 26 kg | 11 x 26 kg
  • 3 min. Wadenheben sitzend / Langhantel
    162 x 30 kg
  • Sonnengruß
    5 min.

Langer Lauf mit Seiltanz

Am Wochenende steht immer Messen und Wiegen auf dem Plan. Ergebnis: zugenommen. Nicht wirklich viel, denke aber, das es eine Tendenz aufzeigt, die mir nicht gefällt. Der erste Schritt war mir direkt klar: statt der für heute geplanten 12 km sollten ca. 15 km auf das Lauftacho kommen. Lieber bisschen mehr verbrennen als meinen geliebten Haferbrei zu reduzieren. Wetter war eh Bombe. Noch mal durch die Sonne laufen, damit der Körper sich an die Temperaturen gewöhnt.

War so happy unter dem blauen Himmel, dass ich mich kurz für einen Seiltanz auf die Piste gelegt habe. Kam dann doch ’n Radfahrer vorbei … Ich so: „Hallo!“ Hm, der hat nicht zurückgegrüßt. Weiß auch nicht.

Nach dem Lauf hat der Beinbizeps vielleicht rumgezwiebelt! Vor allem am rechten Bein war das ziemlich unangenehm. Nichts mehr gewohnt! Nach zehn Minuten war aber alles wieder ruhig. Der Lauf zählt jedenfalls zu den angenehmsten des Jahres.

LSD (long slow distance), nüchtern, 15,2 km in 1:32:01. Pace: 6:03 Eigentlich etwas zu schnell für einen langsamen Lauf, aber dafür war der ja nicht richtig lang.

Stilloses aus meinem Kleiderschrank

Als ich dicker war, kamen einige Kleiderfragen schon allein deshalb nicht auf, weil ich in bestimmte Kleidung gar nicht reingepasst hätte. Aber gut, das war „gestern“ und soll heute nicht Thema sein.

Heute passe ich ja rein, in manche Kleidung. Aber eben auch in Fähnchen, die nicht altersgemäß sind und damit den Stempel „stillos“ tragen. Altersgemäß … was heißt das? Tatsächliches Alter? Gefühltes Alter? Das vermutete Alter aufgrund meiner Erscheinung? Ich bin unsicher und damit gewinnt diese unbeschwerte Angelegenheit an Schwere, an Gewicht. Und das Gewicht bin ich doch gerade los geworden!

Genau dafür sind ja diese Nichttrainingstage da: dass man sich mit solchen Fragen beschäftigt und, schwupps, endlich ein Luxusproblem mehr hat!

Fange ich also mit einem ziemlich praktischen Utensil für die Dame ab Mitte Fünfzig an:

Der Absatz hat eine Höhe von 13 cm. Das ist schon mal sehr gut, da man in meinem Alter längst zu schrumpfen begonnen hat. Die Muskulatur schwindet, die Wirbel sacken aufeinander – aua – und zack, sackt man in sich zusammen. Diese Schuhe schaffen also nicht nur einen Ausgleich, sondern verschaffen sogar noch einen gewissen Vorsprung, denn in ein paar Jahren müsste man ja noch weiter aufrüsten. Weitsichtig geplant, Geld gespart! Für eine weitere Anschaffung:

Selbst das unkundige Auge erkennt, dass hier etwas nicht passt. Ein Stückchen BH blitzt raus, sobald man den Arm auf Schulterhöhe hebt. Ist jetzt nicht so das Problem, denke ich mir. Wann hebe ich denn schon meinen Arm?

Nur erklärt das ja nicht, warum ich mir ein zu knappes Shirt gekauft habe. Zudem noch mit Sicherheitsnadeln – die Zeiten sind ja längst vorbei. Ich stellte mir einen heißen Sommertag vor, an dem ich dankbar für jedes Lüftchen wäre, das meinen erhitzen Körper kühlt. Und wäre es nicht angenehm, wenn kühler Draht die Haut streifte und angenehme Schauer … Nein, nicht? Aber dieser schwarze Stern aus Lederimitat hat doch was, oder? Außerdem steht da „Miss Sixty“ Okay, eigentlich Jahrgang 61, aber ist doch perfekt für mein Alter. Genau die passende Anspielung.

Ernsthaft: ich weiß nicht mehr, warum ich dieses Teilchen haben musste. Aber ich werde es tragen. Nicht nur mit Fassung, sondern auch mit einem leicht verwegenen Gefühl. Wohl nicht zum Einkaufen und nicht, wenn ich mich unter viele Menschen begebe. Ich habe, sobald ich das Shirt im Schrank liegen sehe, immer ein Bild vor Augen: wie ich im Sommer mit dem Rad die endlos langen und einsamen Forstwege entlang radele. Ich werde so glücklich mit meinem Fehlkauf sein.

Die Funktion des Stiefelknechtknöchelchens

Der folgende Traum kam Anfang des Jahres. Zu dem Zeitpunkt war Kraftsport in dieser intensiven Form noch ziemlich Neuland für mich. Zwar hatte ich mich theoretisch schon einige Monate damit beschäftigt, aber die Praxis flösste mir gehörig Respekt ein. Ich ahnte, wie schnell man sich durch falsches Training, schlechte Ausführung und andere Aspekte ins Aus „schießen“ kann.

Der Traum

Ich werde von der Stimme eines Coaches wach, den ich aus dem Off höre. Es geht um das Thema Muskelaufbau und welchen Nachteil es mit sich bringt, wenn man mit zu hohem Gewicht trainiert. Eine raumgreifende Animation erklärt dabei den Energiefluss während des Krafttrainings:

Eine Tür im Halbdunkel; diese schwingt sachte hin und her. Am unteren Türblatt ist ein bewegliches Holzelement angebracht, das zugleich einem Stiefelknecht und einem überdimensionalen  Gehörknöchelchen gleicht. Anfangs vermute ich, dass dieses Holzteil eine Funktion ähnlich einem Türkeil hat. Tatsächlich kann es die Tür festkeilen, aber darüber hinaus noch mehr. Das Stiefelknechtknöchelchen reagiert äußerst empfindlich auf den Energiestrom, der durch diese Tür fließt. Dabei hält es die Tür gerade so weit offen, dass die Energie immer mit genau dem richtigen Druck fließen kann. Bei einem idealen Training schwingt die Tür also ein wenig auf und zu, um den optimalen Druck aufrecht zu erhalten.

Angenommen, man trainiert mit zu hohem Gewicht, so setzt der Schutzmechanismus des fein beweglichen Knöchelchens ein, um größere Schäden im Körper zu verhindern. Es versteift sich; und zwar derart, dass die Tür nur mehr einen winzigen Spalt breit aufgehen kann, nicht weiter. Der Energiefluss wird dadurch erheblich blockiert. Bemerkt der Trainierende nun, dass er ein zu hohes Gewicht gewählt hat und macht mit einem geringeren weiter, so wird das Training nicht mehr viel Gewinn bringen, da der Energiefluss weit über dieses Training hinaus behindert bleibt. Erst nachdem sich das ganze betroffene System von der Erregung/ Überforderung regeneriert hat, lockert sich auch das Stiefelknechtknöchelchen und funktioniert wieder vollumfänglich. Schließlich ist damit auch wieder der bestmögliche Energiefluss für ein effektives Training gewährleistet.