Eine Karte zum Streckenverlauf und ein paar Eckdaten zur Veranstaltung finden sich unter Megamarsch – Wissenswertes

START

Mit dem ersten Sechstel der 1831 Teilnehmer starten auch Chan und ich. Erst einmal geht es quer durch Eschborn. Das gestartete Teilnehmerfeld ist dicht gedrängt, es geht nur stockend voran, manchmal sind wir sogar zum Innehalten genötigt.

Ich hatte die Navi-App rechtzeitig auf den Start vorbereitet, um nur noch „Navigieren“ wählen zu müssen. Damit würde auch die Aufzeichnung der Tour starten. Während all meiner Wanderungen zuvor hatte das problemlos funktioniert. Nur jetzt, wo es darauf ankommt, hängt alles. Die App reagiert einfach nicht. Ich starte sie neu, mit dem gleichen Ergebnis. Um keine Zeit zu vertrödeln, starte ich gleich mal das Handy neu. Mitten im Pulk ist natürlich kein Stehenbleiben möglich. Diese Wischerei auf dem Display, dabei niemanden auf die Ferse treten, keine Oberkörperdrehung, damit der Hintermann nicht von meinem Rucksack erschlagen wird, zugleich beim Queren der Straße nicht über die Bordsteinkante stolpern, die zwischen all den Füßen vor mir erst im letzten Moment sichtbar wird. Diese Mist-App will mich wohl um das Start-Erlebnis bringen!

Endlich startet die Navigation. Fast, denn anstelle des weisenden Richtungspfeils finde ich die Dauermeldung: Suche GPS-Signal … Nee, oder? Entnervt lasse ich mein Smartphone in den Halfter rutschen. Das sollte sich bitte ohne mein Beobachtung fügen. Hoffentlich. Nach dreihundert Metern schaue ich nach. Endlich, die Aufzeichnung läuft. Phew! Ich deaktiviere die Sprachnavigation, und bin echt erleichtert, mich damit nicht mehr beschäftigen zu müssen.

Chan auf der Überholspur

Während ich mit der hakenden Navi-App beschäftigt war, sah ich aus dem Augenwinkel, dass Chan von meinem Rumgewische sichtlich genervt ist. Als wir nun, wegen einer quasselnden Zweier- und Dreiergruppe vor uns, fast zum Stehenbleiben gezwungen sind, weil ohne Drängeln kein Vorbeikommen möglich ist , verzieht sich ihr Gesicht noch mehr. Bei der ersten Gelegenheit wechselt sie mit einem entschlossenen Schritt auf einen unebenen schmalen Grünstreifen, um durchzustarten. Ui ui ui, wenn da mal keine „Tretminen“ lauern …

Soraya in Eschborn

Ich warte, bis der Weg breiter wird. Chan konnte wohl überholen, wird jedoch gleich vom nächsten Trupp ausgebremst. Nach wenigen hundert Metern gelange ich wie von allein an ihre Seite und stelle laut fest: „Ein Hunderstel der Strecke haben wir gleich geschafft!“ Sie schenkt mir ein zauberhaftes Lächeln. Uff, da hat sie mir meinen Elektronikwahn wohl verziehen.

Schließlich zieht sich das Teilnehmerfeld etwas auseinander. An der nächsten roten Ampel wird es jedoch gleich wieder eng. Chan zeigt sich etwas ungeduldiger als ich, es drängt sie geradezu vorwärts. Was für ein Energiebündel!

Für einen schnellen Überblick vorab – dazu aus anderer Perspektive – ein Artikel in der Wetterauer Zeitung über den Megamarsch Frankfurt 2018: Vier Wetterauer beim 100 km-Marsch

Das Foto „Soraya“ nahm ich bereits früher im Jahr auf. Dieser Hinweis, falls sich jemand wegen der Blumen wundert.

2 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s