Sport und Bewegung auf der Reise | Donnerstag

Donnerstag, 27. Juli 2017 | Laufen

Sozusagen als Warm Up vor dem abendlichen Lauf zog es vor allem mich — und damit hatte ich meinen Mann verblüffen können — in ein Museum. Bereits am Ankunftstag hatte ich bei einer ersten Inselerkundung diesen Aufkleber an einem Strandparkplatz entdeckt:

Schiffbruch- und Strandräubermuseum Flora | Schild mit Aufkleber entdeckt in De Koog, Strandslag Paal 17 Ecomare

Zack, und schon sind wir da: Die Ausstellungsstücke haben mich in ihrer Vielfalt geradezu erschlagen. Das Holzschild entdeckte ich ersr am Ende des Besuchs.

im Schipbreuk- en Juttersmuseum Flora

Wow … das war vielleicht ein Ort. Ich werde sicherlich noch Gelegenheit finden, einige Aufnahmen von dort im Blog unterzubringen. Nicht jetzt, nicht alle auf einmal — von wegen Diaabend und so …

Das zweite Ziel des Tages war De Cocksdorp und der nördliche Leuchtturm der Insel. Dort ging ein richtig kräftiger Wind.

Wir sparten den Eintritt und verzichteten auf den Ausblick aus dem Leuchtturm. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich später in einem Traum dort oben sitzen und auf den hier fotografierten Weg herabblicken würde. Überhaupt sollte De Cocksdorp noch zu einem fragwürdigen Traumort werden.

Der Strand dort ist sehr weitläufig. Wir gingen diesen am Rand der Dünen entlang, wollten zu einem Aussichtspunkt marschieren. Doch dreihundert Meter vor dem Ziel war alles abgesperrt. Da wir nichts zertrampeln und der Natur ihren Lauf lassen wollten, setzten wir uns auch nicht über das Verbot hinweg. Unsere Tochter hätte uns wohl auch gelyncht.

Sport am Abend

Auf den Lauf hatte ich mich schon sehr gefreut. Der Akku meiner Laufuhr war völlig leer, und ich nahm es als Zeichen. Einfach eine Stunde Laufen — zum Meer — ohne Zeitnahme, nur genießen. Wunderbar!

Strandslag Paal 19,5, De Koog, Texel, Niederlande

Fast am gleichen Ort, jedoch ohne Gegenlicht aufgenommen:

Ungeheuer kühler Kopf

Inzwischen hatte ich schon wieder vergessen, dass ich mit dem Beitrag Komme nicht mehr hinterher quasi schon beim Mittwoch vergangener Woche angekommen war, zumindest hier im Blog. Dennoch ein kleiner Blick zurück, denn ich habe einen Traum aus Amsterdam mitgebracht. Als ich gerade die Aufnahmen aus Amsterdam überschaute (ob vielleicht eine passende für den Traum dabei wäre), fiel mir dieses ins Auge:

Die Aufnahme entstand im Vondelpark in Amsterdam. Erst jetzt fiel mir auf, dass dieser Aufkleber womöglich den Traum ausgelöst haben könnte. Die Scheren weisen auf die Nähstube hin, die Beine auf Nataschas Waden, dazu das Schwarz-Weiß. Bemerkenswert, denn meist träume ich ja farbig.

Amsterdam – Traum vom 24. Juli 2017

Etwas treibt mich durch eine längst verschneite Nacht … es trägt mich sauseschnell zu einem Acker hin. Ein geisterhafter Ort, der wie in einer leblosen Parallelzeit erstarrt scheint. Plötzlich aber doch zwei Quertreiber; sie sind in schwarze Kleidung gehüllt, ziehen einen Holzkarren mit sich. Als sie vor mir das Acker queren, erkenne ich sie: Hey hey! Das sind ja Natascha Ungeheuer und Johannes Schenk? Die habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen!

Natascha muss mir etwas zugerufen haben, denn für einen Augenblick spüre ich den festen Blick ihrer mit schwarzem Kajal umkränzten Augen, ehe sie den Weg fortsetzen.

Ich eile den beiden hinterher und sage zu Natascha: „Ich habe dich leider nicht verstanden.“

Sie wiederholt ihre Frage mit kühlem Ernst: „Ich wollte wissen, welche Ursachen dein kühler Kopf haben könnte!“

Ich antworte nachdenklich: „Dazu kann ich mehr sagen …“

Misstrauisch hakt sie nach: „Ich dachte, du hättest mir absichtlich nicht geantwortet …“

„Nein nein“, erkläre ich erschrocken, „ich habe diese Krankheit auch, die zu einem kühlen Kopf führt.“

Ohne ein weiteres Wort zu wechseln, ziehen wir drei uns gemeinsam ins unbewohnte Haus meiner Großeltern zurück. Wir durchqueren es zielstrebig und begeben uns in die Nähstube. Ich beginne damit, Nataschas langen schwarzen Haare mehrfach zu scheiteln, um ihre Kopfhaut sorgfältig zu untersuchen. Johannes studiert währenddessen neugierig mein Gesicht, so als sei ich ein fremdartiges Wesen, das ein rätselhaftes Verhalten zeigt.

Szenenwechsel. Bereits seit einigen Minuten schon stehe ich in einem kleinen Raum vor der Nähstube. Gemeinsam mit einem unbekannten Mann warte ich darauf, dass diese Sache weitergeht. Ich glaube, mir fröstelt … Jedenfalls spüre ich eine erstaunliche Wärme vom Shirt des Mannes ausgehen. Es ist ein häufig gewaschenes Shirt mit etwas Grauschleier. Mag sein, er trägt es nur noch als Nachthemd. Das Shirt ist so unglaublich warm, dass es eine magische Anziehungskraft auf mich ausübt, ich mich in die Nähe des Mannes sehne, mich dieser geradezu hingeben möchte, mit Haut, mit Haaren. Aber ich kenne ihn ja nicht. Inzwischen schlottert mein Körper vor Kälte.

Mit fürsorglicher Stimme fragt der Unbekannte: „Soll ich dich etwas wärmen?“

Ich verstehe, dass ‚etwas‘ zwar eine gewisse Annäherung erlaubt, ohne jedoch seine direkte Nähe zu erlauben. Am liebsten würde ich mich an ihn drücken, ich kann diesem Drang nur mit Mühe widerstehen. Da tritt Natascha aus der Nähstube zu uns, gefolgt von Johannes mit dem Handwägelchen. Vor mir bleiben sie stehen. Mit vorwurfsvoller Mine weist Natascha auf ihre Wade, die inzwischen mit einem altmodischen, schwarzen Nylonstrumpf bespannt ist. Bläulich schimmert ihre bleiche Haut durch das Schwarz. Sie hat grazile und doch kräftige Tänzerinnenwaden, trägt schwarze Spangenpumps …

Maßregelnd erhebt sich ihre Stimme: „ICH habe mich jetzt den kühlen Temperaturen entsprechend gekleidet!“

So als wolle sie mir vorwerfen, ich sei absichtlich nicht tadellos gekleidet, damit ich eine Ausrede habe, mich an fremde Männer heranzuschmeißen. Eine verachtenswerte Seite von mir, die nur allzu leicht zu durchschauen wäre. Einfach ungeheuerlich.

Uih uih, dabei habe ich Natascha als mir wohlgesonnen in Erinnerung. Ich hatte ihr mal ein Stückchen Himalaya Salz nach Berlin geschickt, nachdem sie angerufen und geklagt hatte, dass sich die Haut von ihren Handtellern löse, weil sie die Farbe nicht gut vertrage. Aus dem Grund trug sie ständig weiße Stoffhandschuhe. Dieses Salzstückchen — so sagte sie später, als wir uns in Worpswede wiedertrafen — habe ihre Haut heil gemacht. Ich erinnere mich, dass sie sich mehrfach so dankbar zeigte, dass es mich beschämt hatte.

Die Pobrustwarzenknospe

Traum vom 11. Juli

Die Zufahrt zum Antriebsstoff und der Weg meiner Herkunft treffen im rechten Winkel aufeinander. Genau an diesem Punkt stehe ich. Selbstvergessen, mit nach links gedrehtem Oberkörper, schaue ich auf meinen nackten Po, wie in einem Spiegel. Die Pobacken haben sich verändert. Sie sind sehr rund und fest.

Mitten auf ihnen ist eine junge Brustwarze entstanden, wodurch die Pobacken fast ein wenig Brüsten ähneln. Mir fällt ein — da ich eine Erklärung dafür suche –, dass es bei Männern, die Anabolika nehmen, zur Gynäkomastie kommen kann. Aber ich bin ja kein Mann und irgendwelche Substanzen nehme ich auch nicht … — oder? Eine sanfte Stimme erklärt, dieser Effekt auf meinen Pobacken sei kein Makel, sondern eine natürlich entstandene Auszeichnung, die von hartem Training und viel Disziplin zeugt. Ich bleibe unsicher … höre ich vielleicht meine eigene Stimme nur, die mich beschwichtigen will? In diesem Moment treibt eine der Brustwarzen aus … ein hauchzartes Hautstängelchen wächst wie im Zeitraffer, mit der Brustwarze als Blütenknospe voran, aus der Pobacke.

Bald neigt sich die Brustwarzenknospe dem Boden zu und lässt dort eine cremige Masse  herausquellen: Dabei macht sie leicht kreisende Bewegungen und gebiert so eine formvollendete Schnecke aus Kot. Bin ich im ersten Augenblick noch fasziniert von all der Zartheit, dem Schönen, dem Natürlichen und der Ästhetik dieser wunderbaren Schnecke, kommt mir mit einem Mal die Möglichkeit in den Sinn, die Eltern oder Nachbarn könnten diesen Kothaufen hier entdecken. Niemand würde die Schönheit erkennen, alle würden nur die Nase über mich rümpfen und mich als Schwein bezeichnen. Ich bin über mein Tun erschrocken und … spüre zugleich den Schmerz eines großen Verlusts.


Verblüffend in diesem Zusammenhang, dass mir die ringelnitze tatsächlich mehr Brustwarzen als üblich zugestehen, ohne zu dem Zeitpunkt von meinem Traum gewusst zu haben.

Der Ausbruch | Realität und Traum

Seinen Träumen folgen?

Immer mal wieder lese ich, man solle seinen Träumen folgen. Welche Art von Träumen hat man da vor Augen? Lichte Träume von Glück und Unbeschwertheit? Den Traum vom goldenen Horizont, den man erreichen wird? So in etwa stelle ich mir das in naiven Momenten vor.

Was ist eigentlich mit den angstauslösenen, den beunruhigenden und den finsteren Träumen? Soll man diesen auch folgen? So eine blöde Frage! Natürlich nicht! Lieber soll man froh sein, dass das nur ein schlechter Traum war! Wirklich … ?

Ich folge gerade einem „schlechten Traum“ im Wachleben, um ihn auf dieser Ebene zu Ende zu führen. Ehe die Traumerinnerung vergeht, will ich also die durch den Traum in Gang gesetzte Dynamik für mich nutzen, um den letzten Schritt zu vollziehen.

Worum geht es?

Das Zirkeltraining … Bereits seit Monaten tendiere ich zum Absprung (Kündigung des Vertrags). Wie es überhaupt zu dem Gefühl einer so ungeheuren moralischen Verpflichtung kommen konnte … Die Geschichte(n) und die Zusammenhänge, die da zu erklären wären, sprengen wahrlich den Blograhmen.

Dieser Traum, den ich gleich beschreiben werde, brachte mich viel direkter mit meinen Gefühlen in Kontakt, als ich das im Wachleben und in der Situation zulasse. Dazu wurden mir meine Knackpunkte klarer, so dass ich mich damit auseinandersetzen konnte. Die Ängste aus der Distanz analysieren und einordnen: sind sie gerechtfertigt oder nicht! Und dann tief durchatmen und den Weg der Angst gehen, weil ich weiß: es kann nichts Schlimmes geschehen, ich muss „nur“ den befreienden Schritt machen.

Der Ausbruch

Am 15. Juli träumte ich …

Heute werde ich wieder am Zirkeltraining teilnehmen. Als ich aus der Umkleide komme, fallen mir auf der Trainingsfläche die unüblichen Aufbauten auf. Die Zwischenstationen wurden aufwändig ausstaffiert. Jemand sagt, heute sei „Fun-Tag“.  Na, das kann ja heiter werden … Wegen des Fun-Tags können wir auch nicht direkt in den Zirkel einsteigen, sondern müssen uns in die Reihe der Wartenden stellen. Die Stationen sind zeitaufwändiger, was den normalen Durchlauf behindert. Nicht nur, dass ich warten muss, auf diese Weise bin ich auch noch unfreiwilliger Zuschauer eines albernen Spektakels, an dem ich in keiner Weise beteiligt sein möchte.

Einige große, dicke blaue Turnmatten wurden zu einer Hüpfburg gestapelt. Nach und nach gehen die Frauen also dorthin, um den kleinen Parcours zu meistern. Auf dem Weg wandeln sie sich zu kleinen Windelkindern, die johlend und mit ungeschickten Schritten den mattenweichen Zugang hochstapfen und sich dabei gegenseitig bunte Schwimmnudeln auf die speckige Kehrseite kloppen. Die erste „Hürde“ scheint zu sein, dabei sein Gleichgewicht zu halten, während es scharf nach links um eine hochkant gestellte Matte herum und von dort direkt nach oben ins Zentrum der Hüpfburg geht. Hmm, das soll wohl die eigentliche Herausforderung sein, überlege ich gelangweilt. Auf der Hauptmatte macht man dann einige vergnügte Hüpfer, um schließlich den letzten Satz in Form eines Absprungs zu absolvieren. Es ist mir ein Rätsel … alle machen diesen Zirkus ganz selbstverständlich mit.

Die Atmosphäre ist aufgeregt. Ach, und das dazu: die Inhaberin ist heute aus dem Urlaub zurück, schaut mürrisch drein. Sie ist mit ihren Mitarbeitern unzufrieden Klar, es läuft gut, aber es könnte immer noch besser laufen – … viel viel besser! Hinter mir steht eine Frau, die – wie ich – seit der ersten Stunde dazugehört. Ihre Wangen sind vor Aufregung gerötet; wird sie die Übungen meistern können, scheint sie sich zu fragen. Hinter vorgehaltener Hand zwar, schreit sie mir dennoch so laut in den Nacken, dass ich vor Schreck den Kopf einziehe, um meine Ohren mit den Schultern zu schützen. Eine vielleicht unbewusste Unsicherheit mag ihr diese zu aufgeregte und laute Stimme verleihen. Dunkel glänzen ihre Augen …

Ich kann mir nicht vorstellen, diesen Zirkel über drei Runden mitzumachen. Aber natürlich, ich komme hier nicht raus, ohne durch meine „Flucht“ wie eine Spielverderberin zu wirken. Da sähe ein jeder, wie sehr mich diese Albernheiten anöden. Auch wäre es ein Schlag ins Gesicht der Mitarbeiterinnen, die sich ja viel Mühe mit dem Aufbau gegeben haben.

Schon bin ich an der Reihe und setze widerwillig an, die Schritte zur Hüpfburg zu machen …

Gegen meinen Willen muss ich in genau diesem Augenblick doch noch getürmt sein, denn sogar den weit entfernt liegenden Stadtrand habe ich weit hinter mir gelassen. Das Meer ist nahe. Kaum will ich mein Glück fassen, da bemerke ich sie ….

Die Inhaberin ist mir auf dem Fuß gefolgt! Ihre schweren Vorwürfe holen mich ein. Verbale Schläge … Sie läuft an mir vorbei, hinein in ein Wattenmeer, dessen Ebbe schon lang währen muss, da dieses einer staubigen Sandwüste gleicht. Hier gibt es kein Entrinnen! Dazu spüre ich, wie tief ich sie mit meinem Verhalten verletzt habe. Das schmerzt auch mich und es tut mir von Herzen leid. Aber ich bleibe dabei, und will es ihr verständlich machen:

„Hör mir bitte zu. Ich habe zwei Kinder in großem Abstand geboren, war mein bisheriges Leben lang aktive Mutter und habe dabei unzählige Male Hüpfburgen besucht, die mich bereits vom ersten Mal an total gelangweilt haben. Ich tat es für meine Kinder – nicht für mich! Ich mag nicht mehr. Das musst du verstehen, bitte!“

Verletzt und mit schmollendem Gesichtsausdruck wendet sie mir den Rücken zu, geht Richtung Wüstenmeer. Ihr ganzer Körper strahlt innere Abwehr aus, wirkt angespannt, sie will das nicht einsehen. Ich möchte all dies Unangenehme zwischen uns aus der Welt schaffen.

Mit ein paar schnellen Schritten hole ich sie ein, umfasse sie mit beiden Armen von hinten, drehe sie vorsichtig zu mir um, was sie geschehen lässt. Dann nehme ich sie in die Arme und halte sie vorsichtig fest. Schon spannt sie sich wieder an; sie will sich nicht geschlagen geben. Nur aus diesem Grund sagt sie jetzt etwas, das sie niemals vorschlagen würde, da es ihr absolut gegen den Strich geht:

„Du hast dich bestimmt gewundert, dass ich dir, als Fitteste von uns, noch immer keinen Job angeboten habe.“

„Nein!“

Auf diese Weise will sie mich zurück in den Zirkel bewegen!? Oh nein!

„Ich habe mich nie gewundert. Ich will keinen Job!“

Doch sie will gleich hier und jetzt einen Vertrag mit mir machen, sitzt schon auf einem Granitbrocken, das alte Klassenbuch aufgeschlagen auf den Knien und blättert mit fahrigen Bewegungen bis zum aktuellen Kalenderblatt durch. Dazwischen bemerke ich zu meiner großen Verwunderung eine Urkunde, die auf meinem Namen ausgestellt ist, die mir aber nicht ausgehändigt wurde – bei irgendeiner Sache habe ich wohl mal den 1. Platz gemacht. Die Inhaberin scheint so oft darüber hinweggeblättert zu haben, dass sie mir diese auch jetzt ganz selbstverständlich unterschlägt. Dazu sind alle Seiten des großen Terminkalenders eng beschrieben, die Mitarbeiter sind für das ganze Jahr fest eingeteilt. Nicht eine einzige Lücke, doch sie murmelt gestresst:

„Bestimmt willst du gleich zum Ersten anfangen … Das wäre in diesem Monat der zweite.  Hm, da hat schon Karen Dienst … ich werde ihr absagen, damit du ihre Schichten übernehmen kannst.“

Ach du liebe Zeit … Karen … das erinnert mich … Plötzlich rauschen in Sekundenbruchteilen unzählige gemeinsame Arbeitszeiten vor meinem inneren Auge ab … das war alles so unangenehm, ein einziger Albtraum, der sich nicht wiederholen soll. Ich will doch diesen Job nicht! Niemals! Warum sage ich das jetzt nicht ganz laut? Wo bleibt meine Stimme? Ich werde mich doch nicht selbst verraten! Als Trainerin müsste ich sogar noch Vergnügen an den Hüpfburgen heucheln … vorgaukeln, es sei eine tolle und der Fitness zuträgliche Sache! Ein Albtraum, ein Albtraum … wann höre ich endlich mein lautes Nein, das allem ein Ende macht?!


Vielleicht sollte es dem Traum-Ich gar nicht möglich sein, das Nein hörbar auszusprechen, damit mir die dafür notwendige Energie im Wachleben bleibt? Das Wort will mir nicht über die Lippen kommen. Überlegung: während man noch im Glauben festhängt, es nicht tun zu können – heute nicht, morgen nicht, nie nicht – kann man es ja trotzdem schon mal tun. Die Beschränkung im Kopf bestehen lassen, und — dieser ungeachtet  — den Weg in die Freiheit gehen.

Dieser Traum ist überhaupt spannend. Die einzelnen Traumszenen erzählen mehrschichtig, wiederholen zentrale Themen im Kleinen oder Großen; aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu erkennen vermag ich dies natürlich nur, weil ich um all die Zusammenhänge weiß, die hier – wie ich bereits sagte – den Rahmen sprngen würden. Und wenn ich dann noch überlege, für wie viele Traumaussagen ich dennoch blind bin!

Wie geht der Traum im Wachleben zu Ende?

Seit gestern ist die Kündigung geschrieben und ausgedruckt, und … inzwischen auf dem Postweg. Was für ein Zirkus da in mir abgegangen ist, und das nur wegen solch einer Kleinigkeit! 😉

Ja, und man wird mir sicher keine einzige Träne nachweinen. Das Zirkeln um meinen eigenen Bauchnabel macht mich so schwerwiegend und bedeutend – in der Realität bin ich irgendeine von Vielen.

 

Gefangen!

13. Juli 2017
Ich bin gefangen! Diese Erkenntnis kommt plötzlich und gleicht einem Erwachen. Erst jetzt wird mir bewusst, wo ich mich überhaupt befinde!

In einem großen Kugelraum von etwa 10 m Durchmesser. Dieser befindet sich am oberen Ende eines vielleicht 100 m hohen Turmes, der aber so schmal wirkt, dass ich ihn eher als Pfahl bezeichnen möchte. Um die Raumkugel herum ist ein Kranz aus Fenstern eingebaut. Der Ausgang ist nur durch diese Fenster möglich und natürlich mit einem Absprung von hier oben verbunden. Schlimm genug. Doch jetzt ist Nacht, der Schlaf umfasst uns, da sind die Fenster aus Sicherheitsgründen verriegelt, von innen nicht zu öffnen. Nur am Tage, wenn man in den Wachzustand zurückgekehrt ist, steht einem dieser Weg offen. Das heißt, die nächsten Stunden gibt es kein Entrinnen?! Mit dem Begreifen geht solch ein Entsetzen einher, dass ich direkt …

aus dem Schlaf fahre.


Für das Traumbild verarbeitete ich diese Aufnahme, die ich 2010 bei einem Spaziergang in Ahrenshoop machte.

Tatsächlich hatte mich die Traum-Raumkugel gleich beim Aufwachen an dieses Gebäude erinnert.

Die unerhört weiche Schulter

Mondscheinhelle Nacht. Wir – eine kleine Gruppe von Gesinnungsfreunden – haben eine Mission zu erfüllen. In einem kleinen Teesalonwaggon ruckeln wir sachte durch eine ferne, zurückliegende Zeit.

Die Stimmung im Salon ist angeregt; wir planen die nächste vor uns liegende Expedition und wollen uns gerade wegen des Proviants einigen. Aus praktischen Gründen werden wir uns auf eine Sorte Gebäck für alle beschränken. Nur welches soll es sein?

Wir wechseln uns mit den Diensten während der Reise ab. Gerade ist Mr. Speed an der Reihe, und serviert das Gebäck zum Verkosten. Als er mir – mit einer leicht angedeuteten und doch formvollendeten Verbeugung –  den altmodischen Kuchenteller mit einer dünnen Scheibe Marmorkuchen reicht, füllt der Anblick seiner Oberbekleidung* mein Blickfeld. Dann liegt schon ein kleines Stückchen Kuchen auf meiner Zunge. So kurz nach dem Krieg sind Vanille, Kakao und Butter knapp und teuer. Also wurden diese Zutaten sparsam verbacken und der Kuchen hat einen etwas faden Geschmack. Das ist aber gerade richtig so, denn es geht nur darum, eine kleine Stärkung für unterwegs zu haben.

Gleich mit dem ersten Bissen tue ich kund, dieser Kuchen schmecke mir recht gut und sei somit meine Wahl. Im gleichen Augenblick bereue ich meine Voreile … Vielleicht schmecken die Schokoplätzchen, die als nächstes verkostet werden, noch besser? Inzwischen hat sich Mr. Speed rechts von mir auf einen Hocker gesetzt, probiert ebenfalls vom Marmorkuchen und murmelt leicht kopfschüttelnd:

„Das ist nicht so mein Geschmack.“

Einem plötzlichen Impuls folgend, möchte ich ihn necken:

„Der Kuchen (das Marmorierte) ist nicht elegant genug für Sie?!?“

Da sein Blick weiterhin auf den Teller gerichtet bleibt, bin ich unsicher, ob er das Scherzhafte und damit Bedeutungslose meiner Frage erfasst hat. Um darauf aufmerksam zu machen, lege ich meine Hand auf seine linke Schulter. Doch kaum komme ich auf Tuchfühlung mit dem Sakko, halte ich zutiefst betroffen inne … Welch unerhört weiche Schulter er hat! Ich wage nicht mehr, meiner Hand etwas Gewicht zu verleihen, so dass er sie auf seiner Schulter liegen fühlte. Einerseits fürchte ich, durch eine tiefer reichende Berührung erst das ganze Ausmaß der zugrunde liegenden Verletzung zu erfassen,  und ich bin wirklich nicht sicher, ob ich einer solch klaren Erkenntnis gewachsen wäre. Womöglich bräche ich psychisch zusammen? Andererseits halte ich es für nicht unwahrscheinlich, dass er diese tiefgreifende Verletzung, die zu der weichen Schulter führte, wirklich ganz allein für sich behalten möchte. Legte ich nun, wenn auch mit leisestem Nachdruck nur, meine Hand auf seinen wunden Punkt, löste ich unter Umständen einen derart tiefen Schmerz in ihm aus, dass er mich tierisch laut anschreien würde – wie ein waidwundes Tier, das vor unsäglichem Schmerz ja auch nicht anders könnte. Selbst mit all dem Wissen und Verstehen zu allem, käme eine solche Erfahrung meiner Vernichtung gleich – ich könnte diese nicht ertragen.

So bleibt meine Hand wie schwerelos auf seiner Schulter liegen, ich spüre das Tuch seines Sakkos unter meinen Fingerspitzen und leise am Handteller … erfasse die Struktur, nehme die einzelnen Webfäden wahr und bemerke so, dass einem Teil der Fäden eine gewisse, eher nach außen weisende Kühle zu eigen ist. Darunter die Schulterpolster, die einen Teil der inneren Wärme durchlassen. Ja, diese Schulterpolster haben vermutlich einen ähnlichen Effekt, der auch dem Dämmmaterial im Dachstuhl zu eigen ist: So kühl es nach außen auch sein mag, innendrin ist alles voller Wärme.

*Am Abend vor dem Traum sah ich folgenden Vortrag. Beim Traumerinnern fiel mir Charles Eugster gleich wieder ein, denn Mr. Speed trug im Traum seine Oberbekleidung.

Mehr zu Charles Eugster: Lauf, Charly, lauf!
Mehr zu Mr Speed: stocksteinefelsen – speed hiking protocols

Wie es kam, dass ich so spät laufen ging

Da für heute ein Radausflug mit der Familie geplant war, wollte ich gleich  morgens meine Laufeinheit abspulen. Am Urlaubstag wollen natürlich alle ausschlafen. Auch ich, ein bisschen zumindest. So stellte ich mir zwar eine Weckzeit ein, aber sozusagen die  für den  allerletzten Drücker. Vor dem Einschlafen hatte ich mir vorgenommen, nach dem ersten oder zweiten Traum am Morgen aufzustehen. Gute Idee! Da war er dann gekommen, der erste Traum am Morgen (in dem es um eine unerhört weiche Schulter geht). Mit dem Erinnern „beamte“ ich mich in den Wachzustand, doch wohl nicht so wirklich, denn ich rutschte in einen Minitraum ab:

Früh am Morgen. Ich sprinte direkt los, auf dem parallel zu Kreisstraße verlaufenden Radweg. Nach nur drei langen Schritten scheint mich etwas einzufangen und ich werde wie an einem kräftigen Gummiband (mein schwarzes Resistance Band) nicht nur aufgehalten, sondern vom Zug geradezu komplett zurückkatapultiert. Hinein in eine Finsternis und direkt ins Vergessen.

Nach vielleicht ein oder zwei Stunden erst komme ich wieder zu mir, gleite direkt in einen Minitraum:

Nicht ganz so früh am Morgen. Ich sprinte direkt los, auf dem Teilabschnitt meiner üblichen Laufrunde, wo diese Andachtsstelle am Wegrand liegt. Nach zwei oder drei langen Schritten werde ich erneut von diesem irre zugkräftigen Gummiband eingefangen, so dass mir Hören und Sehen vergeht; eine himmlische Kraft scheint mich mit diesem Gummilasso zurückbefördern zu wollen – katapultiert mich erneut zurück in die völlige Finsternis, dem direkt das Vergessen folgt.

Nach vielleicht einer weiteren Dreiviertelstunde erst wache ich erneut auf, blicke auf die Uhr. In zwei Minuten wird die Wecker-App losdüdeln. Jetzt aber raus! Ich fühle mich herrlich ausgeruht und ausgeschlafen, schnappe mein Smartphone, renne beschwingt ins Bad, dann zu meinen bereit gelegten Laufklamotten, trinke einen Becher Kaffee, aktiviere Blue Tooth, stöpsele die Ohrhörer ein, tippe unbesehen auf das Startzeichen des Music Players, aktiviere Runtastic, lege die Stoppuhr um. Raus nach draußen! Herrlich kühle Luft und Sonnenschein. Perfektes Laufwetter! Mit dem Laufen kommt das erste Glücksgefühl.

Nach gut zwei Kilometern geht nach mehreren Hängern die Musik aus. Meist fängt sich das wieder. Heute nicht. Lästig, aber hilft nichts: stoppen und schauen, was da los ist. Das Display bleibt schwarz. Dann plötzlich der Schriftzug … es hatte sich runtergefahren und neu gestartet. Klar, warum auch nicht? Runtastic war nicht mehr aktiv. Ach na ja, wozu auch? Diese Aufzeichnungen bringens doch eh nicht. Bald lief die Musik wieder und ich rannte weiter. Welche Playlist wurde da nur abgespielt? Runtastic schaltet sich ein: GPS-Signal gefunden! Ach … Das Musikstück bricht ab, ein neues läuft an. Okay … die App hatte ohrenscheinlich in den Zufallsmodus gewechselt. Mal wurde mir ein Klingelton vorgespielt, dann eine Einschlafmusik, eine Sequenz aus der Heilpraktiker-CD, Stückchen Hardcore-Mucke, Kalkbrenner Paule, EMD – brach mittendrin ab, gottseidank, Harfenmusik, was Meditatives, African World Beat, … was ich so alles drauf habe, erstaunlich …. Nach acht Kilometern lullte mich dann Chris Mulzers Stimme derart ein, dass ich anfangs gar nicht mitbekam, dass die Chakra-Meditation lief. Erst als ein Bild vor meinem inneren Auge aufstieg, das Mulzer mit seiner typischen Schnute zeigt, wenn er so ähm … speziell spricht,  kam mir das plötzlich unpassend und vor allem leistungsmindernd vor. Hat mich fast geärgert, dass ich mich von seiner Stimme so lange hatte unbewussst einlullen lassen.

Nüchternlauf: 10,2 km | 0:57:04 | Pace: 5:36neue persönliche Bestzeit – Yay!

Wenn Warnungen wirklich werden

Der folgende Traum liegt über zwei Wochen zurück. Obwohl er mich anfangs beschäftigte, ist er mir immer noch ein Rätsel. Werde diesen Traum aber mal der Trude erzählen, bei Gelegenheit.

Im Morgengrauen, fast noch vor dem Aufstehen, kommt es an einem Hauptbahnhof zu einer Begegnung mit Trude. Da wir uns eh nur alle Jahre sehen, bin ich total überrascht, dass sie wortlos an mir vorbeigeht – mich sogar streift, jedoch ohne ein Wort zu sagen oder mich anzuschauen. Ihr Kinn ist vorgereckt, sie wirkt beleidigt, entschlossen und sauer. Aus meinem offenen Mund – ich hatte sie gerade freudig begrüßen wollen – kommt kein Ton heraus, ich schaue sie einfach nur total perplex an. Da ist die Begegnung auch vorüber.

Wenige Stunden später entdecke ich sie zufällig, als ich mitten auf dem Dorfbahnübergang stehen bleibe, mich der kleinen Bahnarbeitertreppe zuwende und zum Bahnsteig blicke. So als wären keine Hindernisse auf meinem Weg zu ihr vorhanden, erreiche ich Trude in der nächsten Sekunde und spreche sie an. „Hey, hallo!“

Sie will nichts mit mir zu tun haben: „Lass mich! Ich will dich weder hören noch sehen! Mit meinem neuen Partner ist all das eingetroffen, wovor du mich gewarnt hast. Nun ist es Wirklichkeit: er fühlt sich von mir bedrängt und ständig verletzt. Und das nur wegen dir! Weil du es gesagt hast! Weil es durch deine Worte Wirklichkeit werden konnte. Deine Schuld! Er hat unsere Sache beendet. Ich bin wieder allein.“

Oh nein … das macht mich schwer betroffen … Das ist ja traurig … Irgendwie verstehe ich, dass sie mir die Schuld gibt. Doch hatte ich sie doch deswegen überhaupt auf das Thema angesprochen, damit es gar nicht erst soweit kommt. Vorbei … vorbei … alles vorbei … sie weist mich ab.

Das unbeirrt Vorwurfsvolle, und die Endgültigkeit, an der ich die Schuld tragen soll, trifft mich mit einer Wucht, die mich in die Knie zwingt.

Das Höhnische einer Vogelscheuche

Am Ende einer traumlosen Nacht träume ich einen Traum, der kein Traum sein kann, denn dann hätte ich ja doch geträumt. Aus dem Off erklingt die Stimme der Traumkaft:

„Für die Bereitstellung dieses Traumes wird eine gewisse Gegenleistung erwartet. Wenn dir schon so sehr an einem Traum liegt, musst du anschließend auch ein Detail aus diesem herausarbeiten; dich aus der Beobachterposition herausbequemen und eine kleine Arbeit daraus hervorgehen lassen.“

Nicht mal gedanklich kann ich darauf antworten, so kleinlaut fühle ich mich angesichts dieser Großzügigkeit – ein Gefühl, als habe ich ein Geschenk erbettelt. Obwohl tief im Schlaf versunken, versuche ich mir die beiden Bilder einzuprägen, die mir „vorgelegt“ werden.

Es sind zwei Aufnahmen, die am Rande von Wohnsiedlungen gemacht wurden. Blicke in die dort anliegenden Nutzgärten hinein. Die Fotos zeigen Licht und Schatten, Wachstum und Verfall, Bewegung und Stillstand, Erstarrung und Lebendigkeit, … Es sind nichtssagende Aufnahmen, doch das denke ich nicht mal, weil es undankbar wäre.

Die Traumkraft erklärt, was ich tun soll. Leider ist nur ein Detail davon in Erinnerung geblieben:

Auf dem gezeigten Foto sieht man ziemlich mittig, fern und verschwommen eine Vogelscheuche im Garten. Sie ist weder besonders abschreckend noch sonstwie bemerkenswert. Ich soll nun das Höhnische, das einer Vogelscheuche stets innewohnt, ins Zentrum rücken, es sichtbar machen. Was auf dem Bild nicht zu erkennen ist, soll ich mir halt (aus-)malen und dann, ähnlich einem Polariodbild, mittig auf der Originalaufnahme positionieren, aber so, dass noch ein Teil des Bildes und ein Teil der fernen Vogelscheuche zu erkennen bleibt. „Schwarz und Weiß! Bilde das Wesen der Vogelscheuche ab!“

Und ich dachte und dachte und dachte noch so vage im Hinterkopf … an irgendetwas erinnert mich das Traumbild der schwarz-weißen Vogelscheuche. Genau! Kürzlich fotografierte ich diesen Aufkleber an einem Laternenpfahl. Ein Licht sollte mir jetzt vielleicht aufgehen?

Mit dem Aufwachen beschließe ich, keinen Traum gehabt zu haben, und dass das, was da verschwommen als Erinnerung angeschwemmt wird, nun mal kein Traum sein kann, weil ich ja nicht wirklich träumte, obwohl ich vielleicht gerne einen Traum gehabt hätte? Das war mir alles zu verwirrend und schlafzerknittert. Doch im Laufe des Tages tauchte immer wieder dieses Bild der Schwarz-Weiß-Rot-Vogelscheuche vor meinem inneren Auge auf und …

… okay, ich kam der Bitte der Traumkraft nach, um mich auf diese Weise für all die interessanten Träume zu bedanken.

Träumer brauchen keinen Einkaufszettel

Blickfülldende Momentaufnahme aus dem Weltall. Ein Astronaut errichtet eine Station im Weltall. Ein Sprecher der Raumfahrtbehörde vermeldet:

„Neue Quark(s)station im All errichtet!“

Oh Mist, ich habe vergessen neuen Magerquark zu kaufen!

Schlagartig wach.

Mir fiel sofort ein, dass die traumhafte Momentaufnahme dem Cover eines  alten Buches entsprungen ist. Anfangs war ich nicht sicher, ob das Buch überhaupt noch im Regal liegt. Yep, tatsächlich lag es dort noch.

Bin später losgefahren und habe Quark eingekauft. Ich hatte wirklich keinen mehr im Kühlschrank.

Offenbar habe ich mich mal wieder durch meinen Bücherschrank geträumt. Dieses Buch liegt nämlich im Regal auf der anderen Seite der Schlafzimmerwand. Dort liegt es erst seit einigen Wochen. Bin nicht sicher, ob ich es nicht wieder zu den Tauschbüchern zurückstellen soll.