Kuchen aus Kokosmehl bei Süßhunger? | Rezept (375 kcal.)

Manchmal bekommt man einen mega Appetit auf Kuchen, möchte aber sein Kalorienbudget nicht überstrapazieren. Man wünscht sich einen Kuchen, den man mit gutem Gewissen essen könnte. Schön wäre, er würde nachhaltig sättigen, anstatt nur — wie es oft der Fall ist — noch mehr Hunger auf noch mehr Süßes auszulösen. Und richtig geil wäre, der Kuchen würde trotzdem noch nach Kuchen schmecken!

Da ich einen Kuchen gefunden habe, der für mich tatsächlich so funktioniert, will ich das Rezept, das ich für mich angepasst habe, mit euch teilen. Dieser Kuchen passt gut in meine Makros, hat relativ wenig Kalorien und macht wirklich satt. Und vor allem ist der Süßhunger danach zuverlässig verschwunden. Ohne Gewähr natürlich — jeder Mensch tickt bekanntlich anders.

Heute kam dieser Kuchenhunger, und da das folgende Rezept nur wenig Zutaten benötigt, habe ich diese meist auf Vorrat. Puuuuh, das hat mich vor einem unerwünschten Kalorienüberschuss gerettet! Der Kuchen gelingt übrigens auch gut mit Dinkelvollkornmehl (mag ich sehr gerne). Warum ich trotzdem Kokosmehl für diesen Kuchen verwende, erzähle ich besser erst nach dem Backen, weil das ziemlich ausführlich wird.

Der ganze Kuchen (in diesem Fall gebacken mit Kokosmehl und Apfelkompott, ohne Zucker) hat: 375 Kcal. | 49,7 g KH | 11,8 g Fett | 15,8 g Eiweiß | 26,6 g Ballaststoffe

Zutaten

  • 60 g Kokosmehl – wahlweise Vollkornmehl
  • 5 g Flohsamenschalen – kann man auch weglassen, dann evtl. entsprechend mehr (Kokos-)Mehl
  • 1 Ei
  • ca. 250 g Apfelkompott oder 1 mittelgroßer Apfel

Zubereitung

  • Backofen auf 180° C Umluft vorheizen
  • Zutaten  mit einem Rührlöffel mischen – es entsteht ein weicher, aber nicht fließender Teig

Nun einfach mal ein Zipfelchen vom Teig kosten … eine feine Süße, oder? Wer es noch süßer möchte, muss nachhelfen; beispielsweise mit Zucker, Xucker (light), Stevia, Süßstoff oder was es noch so alles gibt; je nachdem was das Kalorienbudget noch hergibt. Ich bin mit Zucker vorsichtig, da dieser ab einer bestimmten Menge den Süßhunger wieder triggert. Der im Kokosmehl enthaltene Zucker allein löst das nicht aus, meiner wiederholten Erfahrung nach.

  • eine Springform/ Silikonform (18 cm) mit etwas Kokosöl hauchfein fetten
  • den Teig hineingeben und glattstreichen
  • ca. 30 bis 35 Minuten auf mittlerer Schiene backen
Der Kuchen kommt optisch eher bescheiden daher. Allerdings kann man ihn lecker mit cremig gerührtem Vanillequark und ein paar Beeren anrichten. Mir hat der Kuchen gereicht, deshalb liegt er nackich auf dem Teller. *yummi*

Kokosmehl oder Dinkelvollkornmehl?

Vorweg: Ich koche und backe sehr gerne mit Dinkelvollkornmehl! Es geht mir nicht darum, das eine besser als das andere zu reden, sondern ich möchte nur erklären, warum ich für dieses „Kuchenrezept bei Süßhunger“ das Kokosmehl bevorzuge.

Ein Grund ist natürlich im süßen Geschmack zu finden. Warum aber ein Kuchen aus diesem Mehl so  gut für mich und meinen Ernährungsplan  funktioniert, liegt auch in seiner Zusammensetzung begründet. Ich vergleiche mal:

Kilokalorien auf 100 g

Dinkelvollkornmehl: 334 kcal.
Kokosmehl: 340 kcal.

Der Kaloriengehalt ist also nahezu gleich. An dieser Schraube gibt es nicht viel zu drehen. Werfe ich also einen Blick auf die für mich wichtigen Makros:

Fett auf 100 g

Dinkelvollkornmehl: 2 g
Kokosmehl: 11 g

Vor noch gar nicht so langer Zeit hätte ich mich allein aufgrund des niedrigeren Fettgehalts für Dinkelvollkornmehl entschieden. Liegt daran, dass all die Jahre, da allen Abnehmwilligen „no fat“ oder mindestens „low fat“ gepredigt wurde, tiefe Spuren bei mir hinterlassen haben. Heute weiß ich natürlich, wie wichtig ausreichend Fett für den Körper ist. Dennoch fällt es mir immer noch schwer, meinen täglichen Mindestbedarf an Fett (50 g) zu decken.

Für meine Bedürfnisse bringt der Kuchen gerade die richtige Menge an Fett mit. Noch mehr Fett wäre hier leicht möglich; bspw. durch die Zugabe von etwas Erdnussmus oder gehackten Nüssen. Schmeckt auch lecker.

Wichtig für mich: Esse ich nicht genügend Fett, so signalisiert mein Körper häufig noch Hunger, selbst wenn mein Kalorienbedarf gedeckt ist!

Kohlenhydrate auf 100 g:

  • Dinkelvollkornmehl: 61 g
    – davon Zucker: 1 g
  • Kokosmehl: 21 g
    – davon Zucker: 17 g

Auf den ersten Blick ein klarer Fall für mich — Kokosmehl hat echt nur wenig Carbs. Aber, oh Schreck, viel mehr Zucker als das Dinkelmehl! Zucker! Böse! Was tun?

Idee: Kokosmehl verwenden und stattdessen an zugesetztem Zucker sparen oder diesen ganz weglassen! Die natürliche Süße ist also – wer hätte das gedacht – ein weiterer Pluspunkt für mich.

Eiweiß auf 100 g:

  • Dinkelvollkornmehl: 12 g
  • Kokosmehl: 20 g

Was die Eiweißaufnahme anbelangt, strebe ich momentan in etwa 100 g täglich an. Fiel es mir anfangs noch schwer, täglich auf diesen Wert zu kommen, ist das heute anders. Es ist aber vor allem deshalb leichter, weil ich grundsätzlich mehr eiweißreiche Lebensmittel verarbeite (die Sache mit dem Kleinvieh …). Außerdem sättigt Eiweiß hervorragend/ bewirkt keine „Blutzucker-Peaks“. Also noch ein Pluspunkt, wobei das Dinkelmehl in dieser Hinsicht auch gar nicht so schlecht im Rennen liegt.

Ballaststoffe auf 100 g

  • Dinkelvollkornmehl: 12 g
  • Kokosmehl: 39 g

Ballaststoffe sorgen für eine lang anhaltende Sättigung und fördern die Darmtätigkeit. Für mich ein weiterer Pluspunkt gegenüber dem Dinkelmehl. Wer bei vielen Ballaststoffen eher Probleme mit dem Darm bekommt*, kann auch Kokos- und Dinkelmehl mischen, um dennoch den Vorteil einer  nachhaltigen Sättigung zu haben. Oder auch einfach um Geld zu sparen, denn das Kokosmehl ist deutlich teurer als Bio-Dinkelvollkornmehl. Geschmacklich finde ich die Mischung auch sehr gut — habe das probiert.

Habe ich etwas vergessen? Mir raucht der Kopf — ich glaube, es wird gerade jede Menge Kokosmehl verbrannt. 😀

* Dann evtl. auf die Zugabe der Flohsamenschalen verzichten oder nur 2 g nehmen. Das Zeug wiegt fast nichts, da sind 2 g schon etwas – bindet viel Flüssigkeit, wie man am Teig merkt. Wichtig: ausreichend Trinken, sonst droht möglicherweise Verstopfung.

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5 Kommentare zu „Kuchen aus Kokosmehl bei Süßhunger? | Rezept (375 kcal.)

    1. 😂 Gerade habe ich so laut lachen müssen, dass sogar das Gewittergrollen in der Ferne für einen Moment verstummte.

      Ähem *räusper* … ja, habe ich. Und das erlaubt eher nur die Spitze des Speis’bergs, den ich gerne ganz vertilgen würde. 😲
      🌩 Hahaha! 💫

      Gefällt 2 Personen

  1. Wieder ein schöner Artikel. Kokosmehl kannte ich noch nicht.
    Du bist ja wirklich eine Expertin in Sachen Ernährung…ich kann mir auch denken, woher das letztlich kommt.

    Ich weiß einige wenige Dinge oder glaube Bescheid zu wissen, also bin ich wenigstens nicht völlig ahnungslos 🙂

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