Sport | Es läuft nicht

Zu diesem Eintrag muss ich mich durchringen. Es schreibt sich halt beschwingter, wenn das Training gut läuft,  ich mit meinen Leistungen einigermaßen zufrieden bin und somit die Energie nur so pulsiert. Die aktuelle Lage ist anders. Erstens scheine ich, bis heute andauernd, ein kleines Leistungstief zu haben und zweitens war der letzte Besuch des Trimm-Dich-Pfades ziemlich ernüchternd. Ich hatte mich so auf das Hangeln gefreut …

Wenn es nicht läuft, dann läuft es eben mal so richtig nicht. Keine einzige brauchbare Aufnahme war entstanden.

Bereits auf der Fahrt mit dem Rad zum Trimmgelände fröstelte ich. Bei der Ankunft hatte ich eiskalte und klamme Finger. Im Wald war es noch feucht vom letzten Regen; meine Finger waren steif und etwas taub, als ich meinen Fuß zum Einstieg in die Kerbe der Hangelstation keilte. Woran ich gar nicht gedacht hatte: dass das Holz der Griffe vom nächtlichen Regen noch feucht und glubschig sein könnte. No Grip. Es kostete mich schon zu viel Kraft, mich nahezu unbewegt daran zu halten. Nur mit höchster Konzentration kam ich Stange um Stange weiter und die Kraft war so viel zu schnell verbraucht.

Erster Versuch = Stange 4 | 2. Versuch = Stange 3

Selbst das Beinheben war schwieriger; aber immerhin wird dadurch die Körperspannung noch besser trainiert, wenn man jeden unnötigen Schwung vermeiden muss. Trotzdem, es gibt kein Schönreden: ich war megaenttäuscht. Ach ja, zu allem Überfluss fühlte ich mich auch voll kraftlos und schwer, schob das Misslingen beim Hangeln letztlich doch auf mich. Mehr Disziplin und Leidensfähigkeit hätten auch mehr Leistung zutage befördern können; so warf ich mir vor. (Jaaaa jaaa, du blöde Kuh, antwortete ich mir im Stillen).

Dazu hatte ich mir bei der Hausarbeit die LWS vergniesgnaddelt. So traute ich mich nicht an mein Schlingentraining.

Der Einstieg zum Laufen am Sonntag war auch so richtig elend. Der untere Rücken fühlte sich steif an – einzig meine Annahme, dass diese Steifheit von einer Verspannung rührt, ließ mich die Laufschuhe überhaupt anziehen. Laufen lockert meist. Hinzu kam allerdings, dass ich schon seit Samstag einen prallen Blähbauch spazieren führte, dazu krampfartige Anwandlungen im Darm hatte und mir selbst die Reiswaffeln wie ein Stein im Magen lagen (vermutlich hatte sich die Verdauung für einen Streik auf allen Ebenen entschieden). Da ich bis zum Abend auf Besserung gehofft hatte, war der Lauf nicht mehr anders zu legen und ich trabte unglücklich los. Erst schien mir, ich könne wegen meines Rückens gar nicht so recht ins Laufen kommen. Nach einem Kilometer war der Rücken fast frei und wenigstens mein Laufapparat schnurrte später wieder reibungslos. Wäre da nicht diese harte runde Wampe gewesen.

Die Wochenübersicht

Schluss hier. Ich habe keine Lust, mich weiter damit zu befassen. Blick nach vorn!


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12 Kommentare zu „Sport | Es läuft nicht

  1. Da will ich eigentlich gar nicht „Gefällt mir“ klicken. Das klingt echt nach einem miesen Tag – aber die Tagesform ist immer unterschiedlich, und wenn dann auch noch widrige Umstände von außen dazukommen …

    Jedenfalls wünsche ich Dir gute Besserung – und pass ein bisschen auf, dass Du es mit der Leistung bei Verspannung im unteren Rücken nicht übertreibst, beim Laufen. Oberer Rücken ist nicht ganz so problematisch, aber bei verspanntem unteren Rücken belastet Laufen die Wirbelsäule durchaus ein Stück weit … zumindest nach meinen Recherchen darüber, ob ich mit meinen „Anti-Spannungskopfschmerzen“ auch nach Sportmedizin die Dinge so richtig mache, wie sie sich für mich anfühlen.

    1. Klar, die Tagesform ist unterschiedlich, aber diese Tage ist das wirklich krass. Dabei fühle ich mich weder krank, noch erschöpft oder sonst in der Art, dass sich das in diesem Ausmaß erklären ließe. Na, mal schauen, das bisherige Jahr hat mich in sportlicher HInsicht verwöhnt. Obwohl, der Muskelfaserriss … der Fahrradunfall … so glatt lief es eigentlich gar nicht.

      Ja, was die Belastung der Wirbelsäule beim Laufen anbelangt, so stimme ich Dir zu. Ich war mit meiner Wahrnehmung auch sehr konzentriert dort, um direkt ins Gehen wechseln zu können. Ich spürte aber rasch, dass alles locker und weich wurde. Klingt vielleicht etwas überheblich … so sicher bin ich mir ja auch nicht. Es ist mehr ein HIntasten an das, was für meinen Körper gut sein könnte. Ich bin jedes Mal froh, wenn ich mich nicht geirrt habe und es sich am Ende (und noch am nächsten Tag) gut und besser anfühlt.

      1. Solange Du aufmerksam drauf achtest, ist ja alles gut 🙂

        Was die Tages- und Wochenform angeht … das hat schon Fluktuationen. Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, wie viele versteckte Faktoren und wie viel Zufall in solchen Entwicklungen steckt – wir verwechseln gerne Schwankungen mit Tendenzen.

        Ich denke, Du bist sehr konsequent und diszipliniert, und damit ist das sicher nur eine Schwankung, wenn es keinen Grund in Sachen Krankheit gibt – und den würdest Du wahrscheinlich ja spüren – oder, wenn das Problem anhält, mal nachgucken lassen.

  2. Ohje.
    Gute Besserung.
    Ich musste auch erst überlegen, ob ich „Gefällt mir“ klicken soll. Aber ich habe mich dann doch dafür entschieden, weil ich es gut finde, wenn man nicht immer nur liest, wie es gut läuft, sondern auch mal sieht, dass andere auch schwere Phasen durchmachen und nicht immer alles perfekt ist. Bitte nicht falsch verstehen. Natürlich wünsche ich dir, dass es dir schnell wieder besser geht und dann am besten alles wieder super läuft.
    Ganz viele liebe Grüße,
    Melanie =^_^=

    1. Oh, vielen Dank, Melanie, für Deinen Kommentar! Er hat mich kurz wie ein Blütenblatt in die Lüfte gehoben, mich kitzelte ein Sonnenstrahl, ehe ich von diesem kleinen Höhenflug wieder landete. Das freut mich, dass es sogar seine guten Seiten hat, wenn es mal nicht läuft.

      Dir auch viele liebe Grüße zurück, und danke für die guten Wünsche – Flummi *miau*

  3. Untröstlich, angesichts des Hangelberichts, Ihnen das gripverstärkende weiße Pülverchen noch nicht geschickt zu haben! Leider derzeit nicht nur sportlich indisponiert. Haben Sie übrigens eine Katze (in der Nachbarschaft?). Gestern zufällig entdeckt: Katzenstreu ist auch ein super Grip-Puder, sogar noch ein bissl körniger als Magnesia! (Ich schick‘ Ihnen dann was mit!)

    1. Ja, habe schon gedacht, es ist so still bei Mr. Speed?! Was ist da los? Ja wohl nichts Schlimmes? Das Pülverchen bitte noch nicht losschicken, da mein Postkasten demnächst für einige Tage auf sich allein gestellt sein wird.
      Ach … tatsächlich, Katzenstreu? Gute Idee, packe ich mir einen Beutel in den Rucksack, habe ich beim Hangeln gleich mal Zusatzgewicht (für den Fall, dass ich wieder zu mehr Kräften komme.)

      Ihnen alles Gute und hoffentlich auf ein baldiges Wiederlesen!

  4. Kopf hoch, es wird sicher wieder besser. Das mit den feuchten und kalten Fingern kenne ich so gut, man ist da auch fast hilflos, denn bis die Durchblutung so gut wieder anspringt, dass sie warm sind, dauert es einfach zu lange. Manchmal passierte mir das im Winter auf dem Weg zur Schule (trotz meiner dicken Handschuhe!), wenn ich dann gleich in der ersten Stunde am Klavier etwas spielen musste, war es immer die reinste Qual. Und da ist die Kraft ja kaum ein Faktor… Ich drücke alle vorhandenen Daumen und Zehen, das wird wieder!

    1. Klavier spielen mit kalten Fingern … Die Finger gehorchen ja nicht so recht und die Geschmeidigkeit fehlt. Ich könnte das gar nicht!
      Vielen Dank fürs Daumendrücken. Vor allem fürs Zehendrücken (soll ja wahre Wunder wirken, hörte ich, hihi)

  5. Du gehst zu hart mit Dir ins Gericht!
    Der Mensch ist nun mal keine Maschine.
    Es gibt einfach Tage, wo es schlecht laufen muß.
    Erzwingen kann man es nicht, meistens jedenfalls. Auch da mag es Ausnahmen geben.
    Und dann gibt es wieder Tage, wo es „unverdient“ mega läuft!

    Behandele Dich so wie ein Vater seinen kleinen Sohn: Väterlich, verständnisvoll und zugewandt.

    🙂

    1. Waaaas? Tage, wo es „unverdient“(!!!) mega läuft?? Wollen wir raufen? Das ist – zumindest in meinem Fall – nie, nie, niemaaals unverdient. 😉

      Ich glaube, ganz so hart, wie es vielleicht rüberkommt, bin ich gar nicht mit mir. Klar, ein bisschen überlege ich, ob ich es nicht doch irgendwo habe schleifen lassen, jetzt im Sommer mit dem weniger intensiven Training … da kommen ein paar Vorwürfe mit. Andererseits weiß ich, dass der Körper diese Erholungsphasen ja auch braucht. Heute habe ich mir einen Tag ohne Sport gegönnt. //klopft sich väterlich wohlwollend auf die Schulter//

      Danke Dir, hast ja Recht!

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