Hangeln | Klimmis | Barbell Circle

Mein schönstes Erlebnis hatte ich heute auf dem Trimm-Dich-Pfad. Und das, nachdem ich fast nicht hingefahren wäre.

Eichenspinnerprozession

Prozession? Kein Zutritt? Da war doch dieser Traum mit der Prozession, nachdem ich den Trimmpfad entdeckt hatte.

Alles begann nämlich mit einem Zögern. In der News-App hatte ich gelesen, dass die Freizeitanlage (am Trimmpfad angrenzend) wegen des Eichenprozessionsspinnerbefalls gesperrt ist. Ja, und dass diese Raupenhärchen vom Wind längere Strecken fortgetragen werden können. Schwere allergische Reaktionen, Atemnot, so sie sich in die menschlichen (Schleim-)Häute haken … Himmel! Na ja, aber wenn die eh beliebig durch die Gegend schweben … Ich habe mich aufs Rad geschwungen und bin hingefahren.

Weiträumig mit rot-weißem Flatterband abgesperrt. Der Trimm-Dich-Pfad daneben war frei zugänglich, da dort die Raupen nicht bekämpft werden.

Diese Waldstille, die ja eigentlich recht laut ist mit all ihren natürlichen Geräuschen, war traumgleich. Heute begegnete mir niemand auf dem Trimm-Dich-Pfad.

Das Reck

… meine erste Station, war sonnenbeschienen.

  • Klimmzüge, Obergriff (Supportband, schwarz)
    7 | 6
  • Klimmzüge, Untergriff (Supportband, schwarz)
    9 | 9

Das ging heute alles viel leichter! Vor allem im Untergriff spürte ich ordentlich Zugkraft. Notiz: nächstes Mal ohne Support probieren. Auch wenn ich gefühlt keinen Millimeter hochkommen werde. Einfach nur, um meinen Körper wissen zu lassen, wohin die Reise gehen soll.

Station 13 – Faustgriff

Gutgelaunt ging es weiter. Jedes Mal, wenn ich an dieser Station vorbei komme, durchfährt mich – noch ehe ein Gedanke greifen kann – das Gefühl, gewarnt zu werden. Übergriffe! Handtaschenräuber! Böse! Klar erkenne ich, was gemeint ist, aber dieses Gefühl kommt jedes Mal zuerst. Langsam nervt es.

Stangenhangeln

Die Stange gilt als erreicht, wenn ich diese mit beiden Händen erreiche und dort wirklich hängen bleibe, um die nächste Stange ins Visier zu nehmen.

5 | 1 | 4

„… ach das bisschen …“ Musste lachen, als ich anschließend vorbei kam. Könnte ein von mir unausgesprochener Kommentar zum Hangeln sein. 😀

Noch während ich staunte, dass ich bis zur fünften Stange komme, begann ich zu begreifen, dass der Fortschritt bei dieser Übung weniger von neu hinzugewonnener Muskelkraft rühren kann. Vielmehr dürfte es einem körperlichen Lernprozess geschuldet sein, denn ich griff viel sicherer die nächste Stange, weil ich den Abstand gar nicht mehr bewusst abschätzte. Auch hing ich wesentlich stabiler, pendelte weniger, wodurch es weniger Kraft kostete. Ich spürte auch das schnellere Reagieren der Muskulatur, wenn ich die Stange griff, an der ich mich mit jeder weiteren ja etwas höher ziehen muss. Ich spürte, dass mein Körper sich viel sicherer bewegte. Die zwischenzeitlich gewonnene Muskelkraft möchte ich als unbedeutend bezeichnen.

Vielleicht hätte ich sogar die sechste Stange erreicht, wäre mir zuvor nicht schlagartig eingefallen, dass ich ja inzwischen an Höhe gewonnen habe und gar nicht weiß, aus welcher Höhe ich abspringen werde. Zack, war alle Kraft flöten! Der zweite Versuch ging schief, vermutlich weil ich noch ganz übermütig vor Freude über den ersten Versuch war. Kraft kostet das Positionieren aber auch schon (weshalb ich den Versuch als gültig erklärte), denn wenn ich mit dem Fuß in der Kerbe stehe, muss ich mich trotzdem noch lang machen, um an die Start-Stange zu gelangen. Gleichzeitig muss ich beim Greifen mit der zweiten Hand eine 90°-Drehung vollziehen, was ich ziemlich langsam und konzentriert mache, um mir keine Vergniesgnaddelung einzuhandeln. Der dritte Versuch war zufriedenstellend. Als ich mich für die Beinheber erneut ranhing, spürte ich schon, dass einiges an Kraft verausgabt war.

Beinheben: 10 Wiederholungen
Auch hier ein Fortschritt. Das Pendeln hat stark nachgelassen. Bauch fest, Pobacken zusammenkneifen (als ich spürte, dass mein Körper so reagierte, unterstütze ich das mit bewusster und somit noch festerer Muskelanspannung), dann bleibt man insgesamt unbewegter und braucht weniger Kraft. Und weniger Zeit, weil ich nicht ständig das Pendeln stoppen musste, ehe ich weitermachen konnte.

Trainingsplan: Tag 2 | Barbell Circle

Kniebeugen und Kreuzheben im Wechsel – Wiederholungen je Satz: 20 – 15 – 10 – 5
Gewählte Vorgaben:
Kniebeugen: Lvl. 1 = 0,5 BW [57 kg -> statt 28,5 kg nehme ich nur 26 kg]
Kreuzheben: Lvl. 2 = 0,75 BW = 42 kg

Kniebeugen 20 x 26 kg
Kreuzheben 20 x 42 kg
Kniebeugen 15 x 26 kg
Kreuzheben 15 x 42 kg
Kniebeugen 10 x 26 kg
Kreuzheben 10 x 42 kg
Kniebeugen 5 x 26 kg
Kreuzheben 5 x 42 kg

Fühle mich strotzend vor Kraft und Gesundheit. Toller Tag war das.

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3 Kommentare zu „Hangeln | Klimmis | Barbell Circle

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