Date mit Sparfuchs und Valeria | Speedweek – Tag 1

Einstimmung

Heute beginnt also meine vierte Speedweek in diesem Jahr. Gestern beim Einschlafen überlegte ich noch: hoffentlich vergesse ich heute nicht, dass nun ein strengerer Ernährungsplan einzuhalten ist. Wie schnell ist eine saftige Nektarine verdrückt?! Klar, könnte ich auch in der Speedweek essen, aber die darin enthaltenen Kohlenhydratkalorien muss ich von den 150 Bonuskalorien, die mir am Tag zustehen, abziehen. Und schnell wird es eng mit den eiweißreichen Nahrungsmitteln (die ebenfalls zu berücksichtigende Kohlenhydrat- und Fettkalorien mitbringen). die ich dringend brauche, um meine 100 g Eiweiß täglich aufzunehmen. Und möglichst satt sollte das bisschen ja dann auch machen. Kurz: viel Freiheiten hat man nicht, aber so muss man auch nicht lange überlegen, ob man zulangen sollte oder nicht.

Der Tag beginnt

Heute Morgen beim Aufwachen war die Speedweek noch völlig im Nebel verschwunden – nicht die Spur eines Erinnerns daran. So auch der Traum … da war doch einer? Ja ja, genau …. ach schade, nur ein kleiner Fetzen.  Widerstrebend tastete ich nach dem gelben Klemmbrett neben dem Bett. Möööh, müde … lieber noch schlafen statt zu schreiben. Langweilige Kleinigkeit, lohnt doch nicht den Aufwand. Aber da hatte ich das Klemmbrett schon erwischt (oder das Klemmbrett mich – wahrscheinlich!) Am Hinterkopf ein leise brennender Kopfschmerz – besser wäre, jetzt noch fünf Minuten zu ruhen?! Mit gefühlt letzter Kraft begann ich den Traum niederzuschreiben. Na, der Tag fing gut an.

Traumnotizen

Beim Aufschreiben ging mir irgendwann auf, dass es ein Speedweek-Traum ist: Fahrt mit einer „Speed-Bahn“, geschlossene Essensfenster, ein Sparfuchs … Was für kleine Schätzchen! Die Symbolik, der innewohnende Traumhumor, amüsierte mich und der Traum floss in großen Tropfen durch die Finger aufs Papier.

Vier Seiten handschriftliche Traumnotizen. Klar, meine Schrift ist großräumig, doch wenig Inhalt (kleiner Fetzen) ist es trotzdem nicht. Na, damit werde ich noch meine Arbeit haben.

Ich sehe gerade: 288 Wörter hat dieser Beitrag schon, aber immer noch findet man mich im Bett! Jetzt mal raus aus den Federn!!

Essensfenster öffnet um 13:55 Uhr

Dummerweise hatte ich heute gleich beim Aufstehen schon Hunger. Oder war es „Hunger“? Das Traumbild mit den geschlossenen Fenstern kam mir in den Sinn … Auf auf, sagte ich mir, das geht gleich vorbei!  Erste Mahlzeit ist für 14 Uhr geplant. Tatsächlich führte ich die Kuchengabel mit dem ersten Rühreihappen bereits um 13:55 Uhr zum Mund. So viel zu meiner Disziplin. Setze ich mir da aber den Zeigefinger auf die Brust und will, dass ich noch fünf Minuten warte, moser ich gleich rum, ich wolle doch kein starrer Erbsenzähler sein. Mit mir ist oft schlechtes Auskommen.

Protein-Quarkspeise mit Rührei und Tomate

Es gab 200 g Magerquark, verrührt mit Wasser und 15 g Whey (Cookies and Cream). Damit es etwas dickflüssiger wurde, rührte ich ein wenig Konjakpulver drunter und ließ es etwas ziehen. Zum Ei gab ich einen Rest Lauchzwiebelringe und etwas Wasser. Dazu 45 g Tomaten. Das sind 266 Kilokalorien und ein Drittel der geforderten 100 g Eiweiß ist enthalten.

Keine drei Stunden später wurde mir flau … Essen oder nicht essen, das ist doch die Frage. Nach hinten schieben, ist eigentlich immer gut, aber kraftlos durch den Nachmittag … Also rätselte ich herum: ist es Gier, die vergeht, oder tue ich meinem Körper jetzt Gutes, wenn ich ihm den Quark schon gebe?

2. Mahlzeit: 150 g Magerquark mit 15 g Whey verrührt. Dazu eine Portion Wackelpudding ohne Zucker.

Den Magen hat das nicht belastet, so dass ich bald das für heute geplante Workout „Date mit Valeria“ starten konnte. Natürlich ganz unten, auf Intensitätslevel 1

Date mit Valeria

  • Bankdrücken | Langhantel | Vorgabe: 0,5 x BW (28,5 kg)
    21 x 28 kg
    Aber gerade so eben die 21. Wiederholung …
  • Kreuzheben | Langhantel | Vorgabe: BW
    21 x 48 kg
    Genau 48 kg bekomme ich zusammen, wenn ich das vorhandene Eisen auf die Stange packe. Nachschub! Bin mir nicht sicher, ob ich mehr als 50 kg versucht hätte. Klar, hätte ich das gehoben, aber wenn ich mich dabei verhebe? Nein, ich steigere weiterhin lieber langsam, um dem Gewicht mit der Zeit wirklich gewachsen zu sein.
  • Klimmzüge | Vorgabe: 5
    Heute konnte ich nicht zum Trimmpfad fahren, so dass ich nur die Negativen Klimmzüge (21) an der Küchentür machte. Dazu noch welche im Untergriff unter dem Küchentisch. Zufriedenstellend ist das so nicht! Selbst wenn ich die Klimmzüge nachholen werde, geht mir das gewaltig gegen den Strich..
  • Langhantel-Curls | Vorgabe 0,3 x BW (17,1 kg)
    21 x 18 kg
    Ja, ich gebe zu, mit 20 kg gestartet zu haben, aber nach vier Wiederholungen begann ich heftig abzufälschen. Schnell runter mit dem Zuviel und dann saubere Ausführungen.

Gute Nacht

Bin hungrig und müde – in genau dieser Reihenfolge. Vielleicht schaffe ich jetzt noch, die Traumnotizen wenigstens auf die Festplatte zu kriegen.

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8 Kommentare zu „Date mit Sparfuchs und Valeria | Speedweek – Tag 1

    1. Die Speedweek selbst ist … Gerade wollte ich meine Standardantwort auf die Reise schicken. Vielleicht etwas voreilig, denn mir kam verschwommen in den Sinn, dass die Speedweek neben den erwünschten Effekten (ich müsste mal ausführlicher dazu schreiben) durchaus auch ihre Vorzüge zu bieten hat. Beispielsweise bringt sie Entspannung in einen bestimmten Bereich, Klingt vielleicht geheimnisvoll, soll es aber nicht. Ich müsste mal mehr darüber schreiben (aber interessiert das überhaupt jemanden? Mal mittels Umfrage das allgemeine Interesse erforschen? Oder erst mal eine Umfrage zur Umfrage zur Interessenforschung machen? 😉 ), sonst wird es missverständlich.

      1. Also ich selbst werde vermutlich bei meinem bisherigen Vorgehen bleiben – aber mich interessiert es auf jeden Fall. Je mehr man die Effekte versteht, auch in Situationen, in die man den eigenen Körper eben nicht bringt, um so mehr kann man auch die Reaktion des eigenen Körpers auf neue Situationen antizipieren.

        1. Ja, von der Speedweek überzeugen möchte ich sowieso nicht. Auf gar keinen Fall, denn es gibt Einschränkungen; diese Methode ist nicht für jeden geeignet. Ich möchte meine Erfahrungen teilen, um verständlich zu machen, warum das momentan mein Weg ist.
          Grundsätzlich, vor allem über längere Zeit, halte ich von einem hohen Kaloriendefizit nicht viel. Während der ersten Tage hat man noch ein paar Vorteile neben den Nachteilen, danach überwiegen die Nachteile und man schadet und schwächt seinen Körper. Stresshormone sind des Teufels und wenn man den Körper zu sehr schwächt, braucht er viel zu lange um zu regenerieren. Da kann man das harte Trainieren dann auch gleich sein lassen, weil es nichts mehr bringt, außer noch mehr Stress für den Körper.

  1. Oje, Hunger.
    Naja, ich kenne das von meinem Abnehmen her. Aber ich war wochenlang konsequent und habe das durchgehalten.
    Heute in der Kantine habe ich auch einen guten Rest auf dem Teller gelassen. Die sportlich aussehende und diszipliniert wirkende Frau,Alter etwa 40, mir gegenüber meinte, sie wäre noch nicht satt. Es hätte sich noch „kein Klops“ im Magen gebildet.

    1. Dieser Hunger gestern war noch nicht mal gerechtfertigt – behaupte ich oft unüberlegt. Aber wenn ich mal zurückblicke … es ist gar nicht so selten, dass ich nach längeren Läufen in Kombi mit weiterem Sport am nächsten Tag diesen Bärenhunger habe. Ich meine bei mir einen Zusammenhang mit den Kohlenhydratspeichern zu erkennen. Denn wenn dieser starke Hunger auftritt, hatte ich während der 24 Stunden davor viel Sport getrieben, wodurch die Speicher ziemlich ausgepumpt worden sein könnten (könnte ich das doch alles messen!). Andererseits habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich im Grunde gar keinen Kalorienbedarf an sich hatte, aber mir gutes Fett fehlte. Zumindest erkläre ich mir das damit, dass fünf Macadamianussstückchen reichen, mich gleich mal satt zu machen. Wiederholte Erfahrung, die mich trotzdem jedes Mal ein wenig verblüfft – auch wenn das irgendwie logisch ist, dass der Körper fehlende Bausteine durch Hunger einfordert. Selbst dreitausend Kalorien machen den Körper nicht wirklich satt, wenn diese durch schlechte Nahrung reinkommen; der Körper hungert wohl mehr nach lebensnotwendigen Bausteinen und nicht nach der Nahrung selbst

      Der „Klops im Magen“ ist ein lustiges Bild für das Sättigungsgefühl. Könnte ich meiner Traumkraft mal anbieten, für unsere interne Symboldatenbank. 😀

      Bist Du denn wenigstens satt geworden, obwohl viel auf dem Teller blieb?

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