Speedweek – 4. Tag

Letzte Nacht

Gut eingeschlafen und trotz fünf Toilettengänge einen erholsamen Schlaf ohne Beschwerden gehabt. Hätte mehr sein können, aber er reichte aus, um mir Energie zu geben.

Start in den Tag

Beim Aufstehen ist der Kreislauf stabil. Die Beine fühlen sich etwas lahm an, aber alles im guten Rahmen. Ich wollte gleich früh Laufen gehen, weil jede Stunde doch nur weitere Energie aus meinem Körper ziehen würde. Erste Mahlzeit ist für mittags geplant.

Zum Aufwärmen eine Runde mit dem Fahrrad. Direkt danach startete ich durch. Hört sich energiegeladen an, war ich aber nicht. Hatte beim Radfahren schon gemerkt: viel geht nicht.

Der Lauf

Es war sehr mühsam, die Füße vom Untergrund zu heben. Schritt … Schritt … Schritt …. Keine Kraft in den schweren Beinen. Nach etwa vier Kilometern habe ich eingesehen, dass es heute besser ist, die 10k abzukürzen. Zumal der Lauf nicht Teil des Pflichtprogramms ist, für das eh noch Kraft bleiben musste. So lief ich einen Streckenabschnitt, den ich nur selten laufe.

Diese kleine Abwechslung hat mir die Anstrengung fein versüßt.

Ein Stück weiter, etwa bei der nächsten Welle in der Fahrbahn, dann ein Zeichen des Himmels:

Waaas? Jetzt umkehren? Niemals! Ich will nach Hause, ich kann nicht mehr!

Hoffentlich gibt das jetzt kein Gewitter; ich bin einfach unbeirrt weitergetrabt. Die Entscheidung war auch ganz richtig. Ich habe mich selten auf solch einer kurzen Strecke so gequält wie heute. Ich klopfe mir mal auf die Schulter.
6,9 km | 0:43:08 | Pace: 6:15

Hunger

Neue Erfahrung: während des Laufens bekam ich plötzlich Hunger, der ein Gefühl mit sich brachte, als sei mein Bauch nichts weiter als ein ungefülltes großes „U“, in das sich wühlend Hungerhände graben. Einen Moment hat mich das sogar die Anstrengung vergessen lassen. Ging rasch vorbei. Im weiteren Tagesverlauf kein bemerkenswertes Hungergefühl mehr. Appetit war meist kaum vorhanden – das macht die Sache leicht! Nichtsdestotrotz fühlte es sich in meinem Bauch nach dem Essen eine Zeitlang vieeel angenehmer an.

Essen

Ich mache es mir wirklich einfach: das gleiche Essen wie gestern. Damit wäre ich dann auch bei meinem Quarkschaum.
Gestern hatte ich ja noch eine große Klappe von wegen zu viel Luft im Quark ist gar nicht gut, weil der Bauch davon so anschwillt. Bei der Zubereitung heute überlegte ich dagegen: Püüüüh, was interessiert mich meine Silhouette nach dem Essen, wenn die Luft so fein satt macht? Und wie ich so auf die sich wild drehenden Quirle blickte, während der Schaum langsam anstieg, kam mir in den Sinn, dass ich doch schon öfter nur von Luft und Liebe gelebt habe, und drückte kurz entschlossen auf Turbo. Welch himmlische, volumengebende Luft würde später das göttliche Grün umfluffen.

Menschenskinder … sieht doch aus wie angeschmolzenes Vanilleeis, oder? Ich glaube gerade, ich liebe Vanilleeis … Oder?

Das Abendessen gab es spät, nach dem Langhanteltraining im Sportverein. Vielleicht schlafe ich da sogar ein, ehe dieses hohle Gefühl im Bauch zurückkehrt!

Training

Yay!! Das Pflichttraining ist abgehakt! Gleich nach dem Laufen habe ich mich überlistet. Habe nämlich schon mal die Übungen in meiner App aufgelistet, so dass ich später nur noch auf „Training starten“ tippen musste. Das wäre sonst nur eine weitere Hürde gewesen. Da das anstrengende Training selbst noch „fern“ lag,  kostete es keine Überwindung, diese Vorbereitung zu treffen. Zugleich lockte ich mich damit, dass das auch bedeuten würde:  Der Rest der Woche ist trainingsfrei. Und das wiederum heißt: viel mehr freie Zeit und überhaupt Regeneration. *hüpf hüpf hüpf* Ich bin vielleicht leicht zu überzeugen! Ts ts.

Trainingsprotokoll

  • Theraband/ Warm up
  • Pistol Squats/ TRX
    5 x 20 Wdh.
  • Chin ups/ Küchentisch
    14 | 17 | 17 | 17 | 13
  • Kurzhantelrudern, vorgebeugt (2 x 13 kg)
    16 | 18 | 19 | 15 | 16
  • Flachbankdrücken/ Langhantel 26 kg
    14 | 14 | 12 | 13 | 12
  • Ausfallschritte / Kurzhanteln (2 x 13 kg)
    5 x 10 Wdh. je Bein
  • Trizeps Flachbankdips/ Beine hochgelegt (o. Zusatzgewicht)
    13 | 13 | 13 | 11 | 11
  • Dehnen
    ausgesetzt (dafür abends im Sportverein)

Dauer: 90 min. und Tadaaaa, fertig! Beim Langhanteltraining heute Abend war ich dermaßen schwach … echt krass. Zumindest habe ich meinem Körper gezeigt. Bitte keine Muskelmasse abbauen, die brauchen wir ständig!

Tagesübersicht

Bin echt müde jetzt und hau den Beitrag raus, ohne zuvor wieder und wieder drüberzulesen. Immer – wirklich immer – finde ich auch danach noch einen Haufen Fehler.

Wie macht ihr das bloß? Habe immer das Gefühl, niemand macht so viele (und vor allem peinliche) Fehler wie ich. Aber ey … dafür hab isch dicke Oberarme! 😀

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5 Kommentare zu „Speedweek – 4. Tag

  1. Bei der »Kehrt um!«-Passage musste ich lachen, das ist einfach zu goldig! Hut ab, tapfer durchgezogen!

    Heute war ich auch mörderisch schlapp, konnte mich aber tatsächlich zu etwas mehr als 15 Kilometern durchringen — dafür bekam ich nur 30 Minuten danach ein Frühstück… 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Oh ja, gut 15 km sind schon was. Für ein leckeres Frühstück laufe ich auch gerne etwas weiter. Gestern hätte ich allerdings keine 15 km geschafft. Ja doch, vielleicht auf allen Vieren zum Schluss. Das hätte meinen Nachbarn bestimmt viel Freude bereitet.

      Gefällt 1 Person

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