[Traum] Essensfenster

Seit Januar sammele ich Erfahrungen mit Intermittend Fasting; genauer mit der 16/8 Variante: das Essensfenster ist für 8 Stunden geöffnet, die übrigen 16 Stunden wird gefastet. Wobei ich das nicht als Fasten erlebe. Natürlich war es anfangs eine Umstellung, weil meine Gewohnheit eine andere war. Doch nach wenigen Wochen hatte ich morgens keinen Hunger mehr.

Symbolbild 🙂

Um meinen Körper möglichst rasch darauf umzustellen, hielt ich mich anfangs ganz strikt an die oben genannten Zeiten. Tatsächlich scheint diese Umstellung doch nicht so ohne für mich gewesen zu sein, denn zu der Zeit kam folgender Traum:

Beim Hineingleiten in den Schlafzustand spüre ich, wie sich mein Unterkiefer weit öffnet, während ich meinen Kopf vorrecke, um einen leckeren Happen aufzunehmen, der mir auf einer silbernen Gabel aus dem wabernden Nachtdunkel  in den Mund geschoben wird. In der nächsten Millisekunde die erschrockene Frage im Kopf: Wie, zur Hölle, komme ich dazu, still und heimlich im Schlaf, ohne jedes schlechte Gewissen, etwas zu essen? Das Essensfenster wurde bereits vor Stunden geschlossen! Das darf ja wohl nicht wahr sein!

Zack, ich liege hellwach vor Schreck im Bett. Zum Glück war das nur ein Einschlaftraum!

Am nächsten Morgen beschäftigt mich das Thema „Essensfenster“ erneut im Traum:

Vor dem Aufstehen muss ich über die Türschwelle hinweg einen Schritt in die Küche meines Elternhauses gemacht haben. Denn genau dort finde ich mich gedankenverloren neben dem Küchenfenster stehend wieder. Wo auch immer meine Gedanken gewesen sein mögen, ein Geräusch holt mich in die Gegenwart zurück. Da ist ein leises Kruscheln und Knispeln am Fensterrahmen. Langsam bewege ich mich mit dem Oberkörper zum Geräusch hin. Es scheint aus dem Fenstergriff zu kommen? Wie kann das sein? Konzentriert lausche ich dem leisen „Arbeiten“ und bemerke aus dem Augenwinkel heraus eine ganz langsame Bewegung: der Fenstergriff wird wie von Geisterhand ganz langsam in die Öffnen-Position rotiert.

Mir fällt es wie Schuppen von den Augen: Klar, im Fenstergriff werden sich winzige Insekten – so etwas wie Gewitterfliegen vielleicht – angesiedelt haben. Sie verfolgen nur ein einziges Ziel:

Das Fenster öffnen!

NEIN! Oh nein, das darf nicht sein! Erschrocken halte ich mit der Hand fest dagegen und verriegele es sehr fest. Doch kaum lasse ich los, öffnet sich der Griff wieder.

Je länger ich mit dieser Eigendynamik konfrontiert bin, um so bedrohlicher erscheint sie mir. Ich kann doch nicht Tag und Nacht am Fenster stehen und dagegen halten?!?

Ich wache auf, erinnere den Traum und ärgere mich, dass ich den Fenstergriff nicht direkt zerlegt und von den nervigen Insekten befreit habe.

Im ersten Moment konnte ich mit dem Traum nicht viel anfangen. Aber dann – die Silbergabel vom Einschlafen tauchte vor meinem inneren Auge auf – kam ein Verstehen und damit ein breites Grinsen in meinem Gesicht … Hehe, wenn das mal kein Traum vom Essensfenster war. Da der Traum im Elternhaus spielt, sehe ich auch einen Hinweis auf Prägungen aus der Kindheit.

Aktuell kann ich sagen, dass mir der 16/8 Ansatz wirklich zusagt. Inzwischen sehe ich es allerdings etwas lockerer: wenn ich richtig Hunger oder früh trainiert habe, gibt es auch schon mal eher etwas Quark. Oder auch etwas später etwas zu essen, wenn ich spät vom Training komme. Als grundsätzliche Leitlinie passt das aber super in mein Leben und ich freue mich, das für mich entdeckt zu haben.

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